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So schießen sich ETF-Investoren ins eigene Knie

Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst
·Lesedauer: 2 Min.

ETF-Investoren besitzen eigentlich bloß drei Aufgaben: Suche dir einen kostengünstigen Indexfonds aus. Kaufe und investiere in ihn. Und werde reich. Das ist bereits die magische Zauberformel, wie du mit einem ETF reich werden kannst. Oder zumindest vermögend.

Klingt das einfach? Ja, zugegebenermaßen: Das ist es eigentlich auch, wenn man bei der Basis bleibt. Allerdings schießen sich viele Investoren, die auf einen ETF setzen, häufig ins eigene Knie. Wie? Hervorragende Frage. Es hängt vor allem damit zusammen, wie sie investieren.

ETF: Der eigene Knie-Schuss

Wie gesagt: Das grundsätzliche Investieren in ETFs ist eigentlich ziemlich einfach. Kaufen und Halten ist dabei die Devise. Sowie das langfristige Halten der jeweiligen Passivfonds. Vor allem, wenn die Börsen volatil sind. Oder auch wenn man der Meinung ist, dass ein Index hoch steht. Oder besonders tief.

Der Knieschuss erfolgt, indem man glaubt, schlauer als der Markt zu sein. Beispielsweise, weil man einen ETF aufgrund eines vermeintlichen Crashrisikos verkauft, obwohl die Börsen noch weitersteigen. Oder aber, weil man verkauft, weil die Börsen gerade volatil sind und sich innerhalb der Korrektur befinden. Mit beiden Handlungen wird man als Investor Geld und Rendite verlieren. Entweder, weil einem eine positive Performance entgeht. Oder aber, weil man mit Verlust verkauft. Letzteres Beispiel kostet effektiv, allerdings sind beide Handlungsweisen gleich zu werten.

Wie mein Foolisher Kollege Marlon es vor einigen Jahren zusammenfasste, kostet dieses Handeln eine Menge Geld. Auch Peter Lynch hat in diesem Kontext erwähnt, dass viele Investoren seiner Fonds lediglich eine Rendite von 7 % erzielt haben. Und das, obwohl der Starinvestor historisch auf ca. 29 % gekommen ist. Das Nichteinhalten von Buy-and-Hold ist daher eine der größtmöglichen Fehlerquellen, die eine Menge Rendite kosten kann.

Das sind eher die wenigsten Investoren, glaubst du? Dann lass uns zu einem Zeitraum von vor ca. einem Jahr zurückspringen: Auch hier sind es teilweise hohe, milliardenschwere Volumina an einzelnen Tagen gewesen, die aus ETFs geflossen sind. Gerade marktbreite Indexfonds wie der S&P 500 sind davon betroffen gewesen. Das zeigt mir: Ein solcher Knieschuss erfolgt leider öfter, als passiven Investoren lieb ist.

Erfolgreich investieren mit Passivfonds

Wer daher erfolgreich in ETFs investieren möchte, der sollte an seinem Buy-and-Hold-Ansatz festhalten. Und zwar: Komme, was da wolle. Egal ob die Börsen hoch stehen oder korrigieren: Verkaufe einfach nicht. Lass deine Sparpläne konsequent weiterlaufen. Und wenn du selbst regelmäßig investierst, mach auch damit weiter.

Sich vom Automatismus und von einem Buy-and-Hold-Ansatz zu entfernen ist für mich einer der teuersten Fehler im Dunstkreis der ETFs. Oder ein metaphorischer Knieschuss, der dich wirklich eine Menge Rendite kosten kann.

The post So schießen sich ETF-Investoren ins eigene Knie appeared first on The Motley Fool Deutschland.

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