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So können Sie mit Ihrem Einkauf dafür sorgen, dass Bäume gepflanzt werden

Stefica Budimir-Bekan
Freie Autorin

Das Thema Nachhaltigkeit erfährt in vielen Lebensbereichen immer größere Beachtung. Auch beim Einkaufen beschäftigt es Kunden und Anbieter. Edeka setzt nun deshalb in einigen Filialen auf ein interessantes Konzept.

Für das Einkaufen von Obst muss man nicht immer Plastiktüten verwenden. (Symbolbild: Getty Images)

Ein Supermarkt-Besuch endet oft mit dem Benutzen von zahlreichen, meist durchsichtigen Plastiktüten, in denen Obst, Gemüse oder Backwaren verpackt werden. Mehr als drei Milliarden dieser kostenlosen, dünnen Tüten wurden laut “Stern” im Jahr 2018 alleine in Deutschland benutzt – eine unglaubliche Zahl. Diese Art von Plastikmüll wäre leicht zu vermeiden, da man seine eigenen Beutel mitbringen und befüllen kann.

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Der Edeka-Konzern testet mittlerweile ein System, das seine Kunden dazu animieren soll, genau das zu tun: eigene Beutel zum Einkaufen mitzunehmen. Seit März kann man in zahlreichen Filialen von Edeka-Südwest – sprich in Baden-Württemberg, dem Saarland, Rheinland-Pfalz, Südhessen und Teilen von Bayern – an einem Bonus-System teilnehmen.

Edeka lässt seine Kunden an einem Bonusprogramm teilnehmen (Bild: Getty Images)

Edeka pflanzt Bäume

Im Mittelpunkt steht dabei eine sogenannte “Baumpflanzkarte”, für die man pro nachhaltigen Einkauf Sticker erhält. Sobald die Karte voll ist, kann man sie in eine Box werfen und damit den Umweltschutz unterstützen, denn pro volle Karte pflanzt Edeka in der Nähe der jeweiligen Filiale oder im Rahmen eines WWF-Baumprojekts einen Baum.

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Die Rechnung ist einfach: Mehrwegboxen oder Tragenetze verwenden, und der Umwelt damit Gutes tun. Wer solches Zubehör noch nicht hat, kann es in den teilnehmenden Märkten kaufen.

Der nächste Schritt: Generell Verpackungen reduzieren

Einen Haken hat die Aktion allerdings: Wer die umweltfreundliche Verpackung nicht benutzt und dennoch auf die Plastiktütchen verzichtet, indem er beispielsweise das Obst einfach in der Hand aus der Filiale trägt, bekommt leider keine Sticker. Edeka entschied sich für diese Handhabe, um den Verkäufern klare Richtlinien mitgeben zu können.

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Die “Baumpflanzkarte” ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die großen Supermarkt-Ketten sollten allerdings darauf hin arbeiten, generell Verpackungen zu reduzieren und die Plastiktüten in absehbarer Zeit gar nicht mehr anzubieten. Dann wären die Natur der noch größere Sieger.

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