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Smartphones und Router: Darum droht manchen Geräten ein Verkaufsverbot

Einige Smartphones dürfen künftig wohl nicht mehr verkauft werden. (Bild: ddp)

Bleiben die Smartphone-Regale künftig leer? Ganz so dramatisch wird es wohl nicht kommen. Doch die Bundesregierung schlägt jetzt Alarm!

Wie die Zeitung „Die Welt“ in ihrer Online-Ausgabe berichtete, hat die Bundesregierung jetzt Alarm geschlagen, nachdem eine EU-Richtlinie zur Festlegung technischer Standards ausläuft. Dadurch könnte eine Regulierungslücke entstehen, so die Befürchtung. Betroffen sein könnten dem Bericht zufolge möglicherweise Mobiltelefone, Router und andere funktaugliche Geräte – resultierend aus einer fehlenden neuen Regelung der europäischen Normungsorganisation ETSI. Hersteller können anhand einer solchen Norm prüfen, ob ihre Produkte den Anforderungen entsprechen. Bereits ab Juni könne faktisch ein weitreichendes Verkaufsverbot entstehen, so das Szenario – sofern die Übergangsfristen nicht verlängert werden.

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Denn sobald diese Normen fehlen, müssten die Hersteller jedes neue Gerät einzeln bei Prüforganisationen vorlegen. Die Einzelprüfung jedes Produktes durch eine externe Stelle wäre allerdings teuer und zeitaufwändig und dürfte insbesondere für kleinere Anbieter den Marktzugang erschweren.

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Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries schlägt dem Bericht zufolge nun vor, die Übergangsfrist für die alten Normen noch einmal zu verlängern oder neue, bereits fertiggestellte Normen befristet in Kraft zu setzen, um so ein heilloses Chaos auf dem Markt für Elektronikprodukte in der EU abzuwenden. Die Alternative sei, die besagte EU-Richtlinie zu ändern und darin neue Übergangsfristen zu formulieren.

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