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Smarthome auf Knopfdruck: Das soll der Schalter von Ikea können

Jennifer Caprarella
Freie Autorin

Smarte Lampen bietet Ikea schon seit Längerem an, doch bekanntlich will der Möbelgigant in Sachen Smarthome weiterhin fleißig aufrüsten. Der nächste Schritt in dieser Entwicklung: Der Smarthome-Schalter, der per Knopfdruck verschiedene Szenarien auslösen soll.

Smarthome-Steuerung per Knopfdruck gibt es bereits - zukünftig auch von Ikea. Wie der Shortcut-Button aussehen soll, ist noch nicht bekannt (Symbolbild: Getty Images)

2017 brachte Ikea seine Trådfri-Reihe erstmals auf den Markt und läutete damit die Ära Smarthome ein. Damals fing der Konzern mit Lampen an, die sich per Fernbedienung, Smartphone oder Alexa steuern ließen. Nun baut Ikea sein Sortiment in dem Bereich aus, unter anderem mit weiteren (und noch smarteren) Leuchten, Lautsprechern und Rollos. Kleines Highlight: ein programmierbarer Schalter, der 2020 auf den Markt kommen soll.

Was kann der smarte Schalter?

Mit dem Shortcut Button der Ikea Trådfri Serie lassen sich individuelle Wunsch-Szenarien programmieren, die sich dann per Knopfdruck abrufen lassen, wie eine Ikea-Sprecherin dem Lifestyle-Portal “myhomebook.de” erklärte. Verschiedene Geräte wie Lampen oder Lautsprecher ließen sich dadurch auch ohne Smartphone und über mehrere Räume hinweg steuern.

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Im Rahmen des vorhandenen Ikea-Sortiments sollen sich also verschiedene Befehle miteinander koppeln lassen. Denkbar wäre beispielsweise, mit einem Schalter neben dem Bett morgens zeitgleich die Rollos hochzufahren, das Licht und im Badezimmer schon mal die Musik anzumachen.

Solche oder ähnliche Szenarien lassen sich beliebig einstellen, sofern ein Trådfri-Gateway und die passende App von Ikea vorhanden sind.

Ohne die Trådfri-Gateway geht in Sachen Ikea-Smarthome nichts (Bild: IKEA)

Smarthome: Bequem, aber nicht ohne Tücken

Ikea gehört damit freilich nicht zu den Vorreitern in Sachen Smarthome. Diverse Unternehmen wie Samsung oder Telekom bieten bereits Lösungen für ein vernetztes Zuhause an. So bequem diese Innovationen erscheinen mögen, bringen sie jedoch auch neue Risiken mit sich.

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Experten warnen davor, dass nicht alle dieser Geräte und virtuellen Assistenten sicher sind. Letztendlich handelt es sich dabei um kleine Computer, die jedoch meist nicht so gut gerüstet sind wie gängige PCs und damit anfällig für Viren. Hinzu kommt, dass smarte Geräte oft mit dem Handy oder Tablet gesteuert werden, bei größeren Familien sogar gleich mit mehreren. Angriffe oder Malware auf diesen Geräten können Hackern damit auch Zugriff auf das Smarthome ihres Besitzers ermöglichen.

Auch wenn das WLAN-Netzwerk von außen geknackt wird, erhalten Hacker oft Zugriff auf alle Geräte, die es steuert. Früher bedeutete ein unsicheres WLAN-Passwort also, dass ein Fremder im eigenen Netzwerk surfen und Filme runterladen konnte. Heute bedeutet es, dass er alles vom Drucker über die Lampen bis hin zum Mixer in der Küche bedienen könnte. Wer sein Zuhause also smarter gestalten will, sollte sich vorab nach Sicherheitslücken und -vorkehrungen erkundigen.

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