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Sinn mahnt zu Lohnzurückhaltung und fordert Reformen

Düsseldorf (dapd). Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn warnt vor zu starken Lohnsteigerungen in Deutschland. Zu hohe Tarifabschlüsse könnten das Wachstum bremsen, sagte Sinn den "VDI Nachrichten" laut Vorabbericht. "Zweifellos ist es richtig, dass nach langen Jahren der Lohnzurückhaltung allmählich wieder stärkere Lohnsteigerungen akzeptiert werden können." Das Maß der Produktivitätszuwächse dürfe aber nicht überschritten werden, sagte der Ökonom. Er sehe einen Spielraum von unter drei Prozent.

Gleichzeitig forderte er von der Bundesregierung eine zweite Agenda 2010. "Die Reformen, die seinerzeit unter der Regierung Schröder auf den Weg gebracht wurden, müssen jetzt - nach einer langen Reformpause - fortgesetzt werden, um Deutschland auch dauerhaft sinnvolle und richtige Strukturen zu geben", sagte Sinn. Die Bundesrepublik müsse dringend die Gesamtverschuldung in den Griff bekommen und eine mögliche Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit verhindern.

dapd