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Siemens erwägt Kauf von Iberdrolas Siemens-Gamesa-Anteil: Kreise

Eyk Henning und Oliver Sachgau

(Bloomberg) -- Die Siemens AG erwägt unterrichteten Kreisen zufolge, den 8%-Anteil von Iberdrola SA am Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa Renewable Energy SA zu kaufen. Damit soll die Energiesparte des deutschen Mischkonzerns gestärkt werden.

Siemens könnte auf den aktuellen Wert von etwa 720 Millionen Euro einen Aufschlag zahlen, wie zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen sagten. Sie baten aus Vertraulichkeitsgründen um Anonymität. Damit würde die Beteiligung des Münchener Konzern auf etwa 67% steigen.

Ein Erwerb der restlichen ausstehenden Aktien von Siemens Gamesa sei zu einem späteren Zeitpunkt möglich, erklärten die Personen. Es sei aber noch keine Entscheidung gefallen und es gebe keine Gewissheit, dass die Überlegungen zu einer Transaktion führen werden, hieß es weiter.

Aktien von Siemens Gamesa schossen in Madrid um bis zu 10,2% hoch. Siemens wurden in der Spitze 1,1% höher gehandelt und Iberdrola-Aktien gewannen im bisherigen Tageshoch 0,8%.

Vertreter von Siemens und Iberdrola lehnten eine Stellungnahme ab. Eine Sprecherin von Siemens-Gamesa sagte, sie könnte sich dazu nicht unmittelbar äußern.

Mit dem Schritt würde das deutsche Konglomerat seinen Einfluss auf die Energiegeschäfte stärken - in Vorbereitung auf eine geplante Ausgliederung der angeschlagenen Energiesparte Power and Gas unter dem Namen Siemens Energy. Eine komplette Übernahme von Siemens Gamesa würde eine Ebene der Komplexität im Betrieb und in der Struktur des zukünftigen Spinoffs beseitigen.

Siemens-Konzernchef Joe Kaeser hatte in diesem Monat in einem Interview mit Bloomberg gesagt, er wolle im Laufe der Zeit rund drei Viertel der Energiesparte abspalten. Power and Gas ist nach Umsatz der größte Siemens-Geschäftsbereich, hat aber die niedrigste Gewinnmarge.

Überschrift des Artikels im Original:Siemens Is Said to Weigh Buying Iberdrola’s Siemens Gamesa Stake

(Ergänzt um Kursentwicklung im vierten Absatz, Hintergrund in den letzten beiden Absätzen)

--Mit Hilfe von Rodrigo Orihuela und Charles Penty.

Kontakt Reporter: Eyk Henning in Frankfurt ehenning1@bloomberg.net;Oliver Sachgau in Munich osachgau@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Kenneth Wong kwong11@bloomberg.net, Tara Patel, Ben Scent

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