Deutsche Märkte geschlossen

Sieben Dinge, die für Anleger heute wichtig sind

Der Handelsstreit beschäftigt weiter die Märkte. Im Fokus auch: die Landesbank Baden-Württemberg, die Deutsche Post und die Europäische Zentralbank.

Der Handelsstreit sorgt weiter für Anspannung an den Märkten. Foto: dpa

Der Handelsstreit bestimmt weiter die Stimmung an den Märkten. Die Nachricht, dass sich die EU offenbar auf US-Strafzölle vorbereitet, ließ den Dax am Montag absacken. Der Leitindex ging mit leichtem Minus von 0,3 Prozent und 13.207 Zählern aus dem Handel. Damit blieb der Dax noch über der von Charttechnikern als entscheidend eingeschätzten Marke von 13.139 Punkten. Sollte der Dax deutlich unter dieses bisherige Korrekturtief fallen, drohen demnach weitere Verluste.

Am Dienstag sieht es allerdings vorerst so aus, als könnte es für den Index wieder nach oben gehen. Vorbörslich wird der Dax laut Daten von Handelsplattformen etwas höher erwartet.

Weiterhin beschäftigt der Handelskonflikt zischen China und den USA die Anleger. Sie warten auf Details zum geplanten „Phase 1“-Abkommen zwischen den Ländern. Doch die Hoffnung auf ein schnelles Abkommen hatte sich zuletzt nach vagen Berichten darüber, dass China eine Entscheidung womöglich auf einen Zeitpunkt nach der Wahl oder einem möglichen Impeachment verlagern wolle, verflüchtigt. Darüber hinaus blicken die Anleger auf die Deutsche Post und auf die EZB. Die Termine im Überblick:

1 – Vorgabe aus den USA

Das Hoffen und Bangen im Handelsstreit bestimmt weiter die Richtung an der Wall Street. Zu Wochenbeginn lastete der Handelsstreit auf den US-Aktienmärkten. Einem Bericht zufolge beurteilt Chinas Regierung die Chancen auf eine Einigung mit den USA pessimistisch. Grund sei, dass US-Präsident Donald Trump damit zögere, bereits geltende Zölle zurückzunehmen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging am Montag 0,1 Prozent höher bei 28.036 Punkten aus dem Handel. Der Nasdaq rückte 0,1 Prozent auf rund 8.550 Zähler vor, und der S & P 500 legte ebenfalls 0,1 Prozent auf 3.122 Punkte zu.

2 – Handel in Asien

Auch an den asiatischen Börsen verdüsterte sich die Stimmung angesichts des Handelskonflikts: „Die Handelsmotivation ist heute mit Sicherheit gedämpft“, prognostiziert Vishnu Varathan, Analyst der Mizuho Bank in Singapur. Es gebe „anhaltende Zweifel darüber, ob ein erster Deal erreicht werden könne.

Die Börse in Tokio hat sich am Dienstag zunächst schwächer gezeigt. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,4 Prozent tiefer bei 23.329 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 0,2 Prozent und lag bei 1.697 Punkten.

Die Börse in Shanghai lag hingegen 0,5 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,6 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans stieg um 0,5 Prozent.

3 – LBBW präsentiert Kapitalmarktausblick für 2020

Die Landesbank Baden-Württemberg veröffentlicht heute ihren Kapitalmarktausblick für das kommende Jahr. Die Chefvolkswirte der öffentlichen Banken hatten sich zuletzt pessimistisch geäußert, was den Kapitalmarkt im kommenden Jahr betrifft.

4 – Die Deutsche Post stellt ihre Express-Strategie vor

John Pearson, Chef der DHL Express, stellt heute eine neue Strategie für das Expressgeschäft bei der Deutschen Post vor. Die schnelle Lieferung mit zeitlich garantierter Zustellung ist für die Logistikbranche ein lukratives Geschäft. Der Service wird vor allem von Firmen genutzt.

Die Deutsche Post hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass sie ihren Betriebsgewinn im abgelaufenen Jahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum beinahe verdreifachen konnte. Der Konzern schaffte ein Ebit von 942 Millionen Euro im Vergleich zu 376 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

5 – Easyjet legt endgültige Jahreszahlen vor

Der Billigflieger präsentiert heute in Berlin seine endgültigen Jahreszahlen. Im Oktober hatte der Konzern bereits seine prognostizierten Jahreszahlen veröffentlicht. Ihnen zufolge verzeichnete der Billigflieger einen deutlichen Gewinnrückgang. Prognostiziert wurde ein bereinigter Vorsteuergewinn von 420 bis 430 Millionen britischen Pfund. Das Ergebnis liegt damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 578 Millionen.

6 – Der Auftragsbestandsindex für verarbeitendes Gewerbe

Das Statistische Bundesamt veröffentlicht den Auftragsbestandsindex und die Reichweiten des verarbeitenden Gewerbes für September. Im August war der reale Auftragseingang saison- und kalenderbereinigt um rund 0,6 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Das entspricht einem kalenderbereinigten Rückgang von rund 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

7 – EZB veröffentlicht Leistungsbilanz für September

Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert die Leistungsbilanz der Euro-Zone im September. Im August hatte der Überschuss nach Angaben der EZB mit rund 27 Milliarden Euro deutlich über dem des Vormonats gelegen. Die Leistungsbilanz fasst den Warenhandel, den Dienstleistungssektor und sämtliche Einkommensübertragungen in der Euro-Zone zusammen. Dem gegenüber steht die Kapitalbilanz, die die Kapitalbewegungen erfasst.

Termine Unternehmen am 19. November

  • 07:00 Uhr, Schweiz: Julius Bär, Interim Management Statement
  • 08:00 Uhr, Großbritannien: Easyjet, Jahreszahlen (endgültig)
  • 10:00 Uhr, Deutschland: Deutsche Post DHL stellt ihre Express-Strategie vor, Köln
  • 10:00 Uhr, Deutschland: LBBW Pressegespräch Kapitalmarktausblick 2020, Stuttgart
  • 12:00 Uhr, USA: Home Depot, Q3-Zahlen
  • 14:00 Uhr, Deutschland: Pressekonferenz und Jahreskonferenz der europäischen Versicherungsaufsicht Eiopa
  • ohne Zeitangabe, Deutschland:: Rheinmetall, Capital Markets Day (bis 20.11.19)
  • ohne Zeitangabe, Deutschland: HHLA, Capital Markets Day
  • ohne Zeitangabe, Frankreich: Total, ao Hauptversammlung, Montpellier
  • ohne Zeitangabe, Großbritannien: Halma, Halbjahreszahlen
  • ohne Zeitangabe, Schweden: Autoliv, Capital Markets Day
  • ohne Zeitangabe, USA: ConocoPhillips, Investor Meeting
  • ohne Zeitangabe, USA: Kohl's Corp, Q3-Zahlen
  • ohne Zeitangabe, USA: Urban Outfitters, Q3-Zahlen
  • ohne Zeitangabe USA: Oracle, Hauptversammlung

Termine Konjunktur am 19. November

  • 08:00 Uhr, Deutschland: Verarbeitendes Gewerbe (Auftragsbestandsindex und Reichweiten) 09/19
  • 08:00 Uhr, Deutschland: Insolvenzen, 08/19
  • 08:00 Uhr, Europa: Acea, Pkw-Neuzulassungen 10/19
  • 10:00 Uhr, Europa: EZB, Leistungsbilanz 09/19
  • 10:00 Uhr, Italien: Industrieaufträge 09/19
  • 14:00 Uhr, Ungarn: Zentralbank, Zinsentscheid
  • 14:30 Uhr, USA: Baubeginne- und genehmigungen 10/19

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