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Sicherheitspersonal an Flughäfen will auch am Freitag streiken

Hamburg/Düsseldorf (dapd). Chaos und kein Ende: Nachdem das Sicherheitspersonal an den Flughäfen in Düsseldorf und Hamburg mit Streiks bereits am Donnerstag massive Verzögerungen verursacht hat, müssen die Passagiere auch am Freitag mit Schwierigkeiten rechnen. Nachdem sich die Arbeitgeber weigerten, ein neues Angebot vorzulegen, kündigte die Gewerkschaft ver.di ganztägige Ausstände in Köln-Bonn und Hamburg an. Damit drohen erneut lange Wartezeiten und Flugausfälle.

Bereits am Donnerstag mussten Tausende Passagiere an den bestreikten Airports am Boden bleiben. Am Düsseldorfer Flughafen annullierten die Fluggesellschaften bis zum Mittag rund 200 Abflüge und Ankünfte. Es bildeten sich längere Warteschlangen bei der Abfertigung, allerdings sei die Situation nicht ganz so problematisch wie an den Streiktagen zuvor gewesen, sagte ein Sprecher. Offenbar seien viele Reisende vorab über die Flugausfälle informiert gewesen.

In Hamburg musste fast die Hälfte der für den Tag vorgesehenen 179 Abflüge gestrichen werden, wie eine Flughafen-Sprecherin der Nachrichtenagentur dapd sagte. Am Vormittag waren nur 2 von 20 Kontrolllinien geöffnet. Reisende mussten sich deshalb auf Wartezeiten von mehreren Stunden und lange Schlangen einstellen.

Trotzdem weigerten sich die Arbeitgeber, ihre Offerte nachzubessern. "Wir werden kein neues Angebot machen", sagte die Geschäftsführerin des Bundesverbands für Sicherheitswirtschaft (BDSW), Cornelia Okpara, am Donnerstag der Nachrichtenagentur dapd. Der BDSW habe sich in jeder der drei bisherigen Verhandlungsrunden auf die Gewerkschaft ver.di zubewegt. Bislang führten die Verhandlungen zu keiner Einigung.

Rückkehr an Verhandlungstisch gefordert

Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) forderte eine Rückkehr der Tarifparteien an den Verhandlungstisch. Zugleich kritisierte BDL-Präsident Klaus-Peter Siegloch die Gewerkschaft für den Streikaufruf. "Die ständig zunehmenden Streiks von kleinen Berufsgruppen im Luftverkehr haben inzwischen ein bedrohliches Ausmaß für die ganze Branche angenommen", sagte er.

In den vergangenen zwei Jahren seien keine drei Monate ohne Streiks oder Streikandrohungen in der deutschen Luftfahrt vergangen, sagte Siegloch. "Zehntausende von Passagieren werden bei jedem Streik in Geiselhaft genommen", kritisierte er.

In Hamburg fordert die Gewerkschaft für die sogenannten Luftsicherheitsassistenten einen Stundenlohn von 14,50 Euro. Ein Angebot des BDSW von 12,75 Euro ab März und 13,50 Euro ab Januar 2014 hatte die Gewerkschaft abgelehnt. In Nordrhein-Westfalen will ver.di für die 34.000 Beschäftigten der Branche Lohnerhöhungen von 2,50 bis 3,64 Euro.

Bereits Ende Januar hatte das Sicherheitspersonal unter anderem an den Flughäfen Düsseldorf und Köln-Bonn an zwei Tagen die Arbeit niedergelegt und damit für Behinderungen im Luftverkehr gesorgt. Auch in Hamburg trat das Sicherheitspersonal in dem Monat in den Ausstand. Betroffen waren Tausende Reisende.

dapd

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