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Shitstorm wegen Rucksack - so reagieren dm und Mela

·Sports Editor
·Lesedauer: 3 Min.

Drogerie-Riese dm hat sich mit der Aufnahme eines Rucksacks in sein Sortiment einen veritablen Shitstorm eingehandelt.

Drogeriemarkt dm hat sich wegen eines Rucksacks Ärger eingehandelt. (Bild: Rust/ullstein bild via Getty Images)
Drogeriemarkt dm hat sich wegen eines Rucksacks Ärger eingehandelt. (Bild: Rust/ullstein bild via Getty Images)

"Gibt es unseren Rucksack jetzt auch bei dm? Nein – aber dafür eine billige Kopie!"

Mit diesen markigen Worten trat Melawear in den sozialen Medien jüngst eine Diskussion los, die zu ordentlich Kritik an der Drogerie-Kette dm sowie viel Unterstützung für das Kasseler Modelabel geführt hat.

Beim Corpus Delicti des Streits zwischen dm und Mela handelt es sich um den Rucksack "ansvar I", was aus dem Schwedischen übersetzt "Verantwortung" bedeutet. Dieser ist dem Modelabel zufolge nicht nur ihr Bestseller (laut Hersteller wurden bereits über 30.000 Exemplare verkauft), sondern hat auch eine GOTS- sowie Fairtrade-Cotton-Zertifizierung und wurde 2021 für den deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert.

"Unnachhaltige Kopie unseres prämierten Bestseller-Rucksacks"

Im Frühjahr meldete sich dm bei Melawear als Interessent für den Weiterverkauf, das Modelabel schickte dem Drogerie-Riesen daraufhin probeweise eine Auswahl an Rucksäcken. Die Rückmeldung von dm kam schließlich knapp sechs Monate später – in Form eines Rucksacks des eigenen Sortiments, der dem "ansvar I" zum Verwechseln ähnlichsieht. Und der mit einem Verkaufspreis von 17,90 Euro sogar unter dem Einkaufspreis des Mela-Stücks liegt. Als "unnachhaltige Kopie unseres prämierten Bestseller-Rucksacks" betitelte Melawear den dm-Rucksack und fragte auf Instagram: "Wir stellen uns die Frage: Zu welchen Arbeits- und Umweltkriterien wurde hier produziert? Jedenfalls nicht nach Fairtrade- oder Bio-Standards, wie bei MELA!"

Firmengründer Henning Siedentopp machte noch am selben Tag einen Brief an dm-Chef Christoph Werner auf LinkedIn öffentlich, in dem er dem Drogeriemarkt vorwarf, sich durch das "Kopieren" der Rucksäcke mit Werten zu schmücken, "die Ihnen nicht zustehen. Sie täuschen derzeit Kund:innen, die mit ihrem Kauf einen nachhaltigen Beitrag leisten wollen."

Während sich unter den Postings von Mela zahlreiche Follower mit unterstützenden Nachrichten meldeten, ging es bei dm anders zur Sache: Hunderte Nutzer prangerten unter deren Beiträgen das Vorgehen der Drogeriekette an und äußerten teils deutlich ihren Unmut.

Erstes Telefonat zwischen dm und Mela ohne Ergebnisse

"Wir bedauern es sehr, dass bei Mela der Eindruck entstanden ist, unser Rucksack für Erwachsene der dm-Marke PUSBLU würde Ähnlichkeiten zu dem Artikel von Mela aufweisen", heißt es dagegen in einem Statement des Drogerie-Riesen: "Die aktuellen Trends in diesem Bereich zeigen, dass momentan viele Händler vergleichbare Artikel anbieten." Die Hinweise und Kritik habe man dennoch "sehr ernst" genommen, "daher sind wir auch direkt auf die Ansprechpartner bei Mela zugegangen, um die Sachlage im persönlichen Gespräch zu besprechen".

Allerdings ohne nennenswerte Ergebnisse, wie Siedentopp im Gespräch mit "watson" verriet. "Konkret ist aus dem Telefonat nichts hervorgegangen, das die Sachlage verändert", sagte der Melawear-Gründer. Die Forderung an dm, den Rucksack aus dem Sortiment zu nehmen, bleibe bestehen: "Dabei geht es uns nicht um den Rucksack oder dm an sich, sondern vielmehr um die Sache als solches. Wir wollen weiter dafür kämpfen, dass der nachhaltige Standard hochgehalten wird."

VIDEO: Pilotprojekt: Drogeriekette dm nimmt Shampooflaschen zurück

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