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Sewings Sparprogramm beginnt im Vorstand: Der Tag mit Bloomberg

(Bloomberg) -- Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing will mit gutem Beispiel vorangehen. Eine halbe Milliarde zusätzliche operative Kosten — also 2,5 Milliarden Euro statt nur 2 Milliarden Euro — sollen aus dem größten deutschen Geldhaus herausgenommen werden. Und angefangen wird ganz oben, mit dem Vorstand, der im Zuge des Abgangs von Retail-Vorstand Karl von Rohr und Amerikachefin Christiana Riley um eine Personen auf neun verkleinert wird. Auch bei der Fondstochter DWS werden im Zuge eines stärkeren Fokus auf passive und alternative Produkte hochrangige Manager eingespart, wie Bloomberg gestern berichtete.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Natürlich wird das nicht reichen, um auf 500 Millionen Euro zu kommen. Weitere Einsparungen sollen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz und eine “Optimierung der Organisations- und Vertriebsstrukturen” erreicht werden, wobei Sewing hier Details zunächst schuldig blieb. Aber es ist dennoch kein alltäglicher Schritt, mit Kostensenkungen ganz oben anzufangen. Ein Gewinner von Sewings Umgestaltung steht übrigens auch schon fest: Mit seiner neuen Rolle als Aufseher für das Sorgenkind DWS ist Finanzchef und CEO-Stellvertreter James von Moltke nun unangefochten Sewings Nummer Zwei.

AKTUELLE MELDUNGEN:

  • Die Deutsche Bank will die Kosten noch stärker senken als bislang geplant. Mit Personalabbau und Rationalisierung sollen eine halbe Milliarde Euro an zusätzlichen Einschnitten erreicht werden. Im Q1 brummte das Geschäft mit den Firmenkunden, der zuletzt erfolgsverwöhnten Bondbereich indessen schwächelte. Im Rahmen eines Vorstandsumbaus verlässt die Chefin des Amerika-Geschäfts, Christiana Riley, die Bank.

  • Die DWS verzeichnete im Startquartal 2023 Nettozuflüsse von fast 9 Milliarden Euro.

  • Die BASF sieht sich besser ins Geschäftsjahr gestartet als von Analysten erwartet und bestätigt den Ausblick. Die Dividende soll auf Vorjahresniveau bleiben.

  • Die Schweizerische Nationalbank berichtete einen Q1-Gewinn von knapp 27 Milliarden Franken, getrieben von ihrem Devisenportfolio und dem Goldbestand. Für 2022 hatte die SNB einen Rekordverlust von rund 132 Milliarden Franken verbucht.

  • Die kriselnde US-Bank First Republic könnte einer strikteren Finanzbetrachtung der Aufsicht entgegensehen, womit damit informierten Kreisen zufolge ihr Zugang zu Fed-Darlehen zu schwinden droht.

ANALYSEN:

  • Die Probleme im europäischen Immobiliensektor legen bei den Aktien im Segment Leerverkäufe nahe. Diese Idee hatten inzwischen allerdings schon so viele, dass man sich neue Abwärtswetten zweimal überlegen sollte, wie Bloomberg-Kolumnist Chris Hughes anmerkt.

AKTIENMÄRKTE | Die asiatischen Aktienmärkte gehen am Donnerstag den zweiten Tag in Folge seitwärts. Die Wall Street schloss uneinheitlich: Während der S&P 500 0,4% nachgab, legte der Nasdaq Composite 0,5% zu. Nachbörslich gab es eine 11%-Kurssprung bei den Titeln der Facebook-Muttergesellschaft Meta, die mit einer Erholung ihrer Werbeeinnahmen überraschte. Firmenchef Zuckerberg kündigte an, die künstliche Intelligenz werde in sämtlichen Angeboten von Meta zum Einsatz kommen. Für Europa signalisieren die Futures zum Handelsauftakt leichter Verluste.

RENTENMÄRKTE | Am europäischen Staatsanleihemarkt gingen am Mittwoch Kursgewinne in der Sitzung verloren und zum Handelsende überwog das Verkaufsinteresse leicht. Die Renditekurve indessen wurde steiler. Am Geldmarkt wurden die kurzfristigen Wetten auf den EZB-Straffungsausblick gestutzt. Für die EZB-Zinsentscheidung im Mai preisen Händler derzeit eine 30 Bp Zinsanhebung ein und bis Juni 50 Basispunkte. EZB-Direktoriumsmitglied Panetta gibt heute eine Präsentation zum Digital-Euro. Italien begibt Anleihen mit Fälligkeiten 2028 und 2033 sowie einen 2028-Floater.

ROHSTOFFMÄRKTE | Am Ölmarkt gab es am Mittwoch einen neuen Kursrutsch. Nordsee-Öl wurde fast 4% billiger und kostet damit inzwischen weniger als $78 je Barrel, womit das Preisniveau wieder dem von Ende März entspricht. Mit der Sorge zu nachlassender Nachfrage ist mittlerweile der komplette Preisanstieg verloren gegangen, der auf die Födermengen-Drosselung der Opec+ gefolgt war. Im frühen Donnerstagshandel konsolidiert der Markt. Gold indessen legt erneut zu und bemüht sich wie in den vergangenen Tagen immer wieder, es nachhaltig über die Marke von $2.000 je Unze zu schaffen. Erneute Besorgnis im US-Bankensektor nährt Spekulationen, dass die Federal Reserve ihren Zinseröhungszyklus womöglich vorzeitig beenden muss.

TERMINE AM DONNERSTAG

  • Quartalszahlen: Samsung Electronics, Hellofresh, Nordea Bank, Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, BASF, Deutsche Bank, DWS Group, Hella, Kion, Nemetschek, Software AG, Volvo Car, Air Liquide, Schweizerische Nationalbank, Aixtron, Delivery Hero, Baader Bank, SNP Schneider Neureither & Partner, Vossloh, Fielmann, Sanofi, Schneider Electric, Andritz, Kuka, LPKF Laser & Electronics, Astrazeneca, Barclays, Unilever, Repsol, LG Electronics, Vattenfall, Totalenergies, Pernod-Ricard, NordLB, PSI Software, Einhell Germany, Deutsche Euroshop, Deutsche Börse, Saint-Gobain

  • Hauptversammlungen: Continental, Deutz, Gea Group, Hamborner Reit

  • Konjunkturdaten: Nominallohn-/Reallohnindex, Stellenindex BA-X, Index Wirtschaftsstimmung und Geschäftsklimaindex Eurozone; US-BIP, Erstanträge Arbeitslosenhilfe

  • 12:00 Türkische Zentralbank, Zinsentscheidung

  • Quartalszahlen USA: Linde, Caterpillar, Honeywell, Merck & Co, American Airlines, Abbvie, Mastercard, Amgen, Intel, Mondelez International, T-Mobile US

  • Verdi, Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), Fortsetzung der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich

©2023 Bloomberg L.P.