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Senat will Ausgangsbeschränkung in Hamburg aufheben

·Lesedauer: 2 Min.

HAMBURG (dpa-AFX) - Die seit fünf Wochen in Hamburg wegen der Corona-Pandemie geltende nächtliche Ausgangsbeschränkung soll fallen. Das sagte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) am Freitag im Anschluss an eine Sondersitzung des Senats. Voraussetzung sei jedoch, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen an fünf Werktagen stabil unter 100 bleibe. Am Freitag lag sie mit 92,3 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner und Woche den dritten Tag unter diesem Wert. Die dritte Corona-Welle sei gebrochen, sagte Tschentscher und dankte der Bevölkerung für ihre Disziplin bei der Beachtung der verhängten Corona-Maßnahmen.

Darüber hinaus sollen die Kitas am 17. Mai vom erweiterten Notbetrieb wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb wechseln. Damit ist dann in jedem Fall eine Betreuung von 20 Stunden an mindestens drei Tagen gewährleistet. Bisher sind die Kitas grundsätzlich geschlossen. Kinder werden nur im Notfall betreut.

Außerdem sollen Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen vom 17. Mai an im Wechselunterricht in die Schule dürfen. Seit Mitte März sind bereits die Grund- und Sonderschüler sowie die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen im Wechselunterricht. Ende April hatte die Hansestadt bereits angekündigt, dass Hamburgs Fünft- und Sechstklässler nach den Mai-Ferien wieder im Wechselunterricht in die Schulen dürfen. Derzeit dürfen nach Angaben der Schulbehörde nur rund 60 Prozent der 200 000 Schüler der allgemeinbildenden Schulen im Wechselunterricht lernen, rund 40 Prozent lernen dagegen ausschließlich zu Hause.

Bereits seit Karfreitag dürfen Hamburgs Bürgerinnen und Bürger ihre Wohnungen zwischen 21.00 Uhr abends und 5.00 Uhr morgens nicht ohne triftigen Grund verlassen. Die Lebensmittelläden müssen ebenfalls bereits um 21.00 Uhr schließen. Ausgenommen sind Arbeitswege oder Notfälle. Auch die körperliche Betätigung von einzelnen Personen ist nachts erlaubt, ebenso die Versorgung von Tieren, also etwa das Ausführen von Hunden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen hatte sich am Freitag im Vergleich zum Vortag um 2,8 auf 92,3 erhöht. Vor einer Woche hatte die Gesundheitsbehörde den Wert mit 102,8 beziffert. Auf anderer Berechnungsgrundlage ermittelt das Robert Koch-Institut (RKI) für Hamburg bereits seit zehn Tagen einen Wert von unter 100. Am Freitag nannte das RKI eine Inzidenz von 78,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Das ist weiterhin der bundesweit zweitniedrigste Wert nach Schleswig-Holstein (53,8).

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