Deutsche Märkte öffnen in 7 Stunden 40 Minuten
  • Nikkei 225

    29.639,40
    -200,31 (-0,67%)
     
  • Dow Jones 30

    34.258,32
    +338,48 (+1,00%)
     
  • BTC-EUR

    36.772,00
    +50,12 (+0,14%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.089,55
    +49,07 (+4,72%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.896,85
    +150,45 (+1,02%)
     
  • S&P 500

    4.395,64
    +41,45 (+0,95%)
     

Sell in May wäre ein Fehler gewesen: Das Comeback im September ebenfalls?

·Lesedauer: 2 Min.

Sell in May and go away. But remember to come back in September. Kommt dir das irgendwie bekannt vor? Falls ja: Hierbei handelt es sich wohl um eine der ältesten oder bekannteren Börsenweisheiten. Das Kalkül dahinter ist, dass der Sommer historisch gesehen ein schwacher Zeitraum mit Blick auf den gesamten Markt ist. Ab September könnte es hingegen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine bessere Dynamik geben.

Wenn wir diesen Ratschlag und insbesondere die „Sell in May“-Hälfte befolgt hätten, so wäre das ein Fehler gewesen. Lass uns im Folgenden einmal schauen, warum. Sowie auch, wie es mit der zweiten Hälfte und der Rückkehr im September aussieht.

Sell in May? Das hätte Rendite gekostet!

Wie gesagt: Sell in May ist bei einigen Investoren noch immer eine beliebte Börsenweisheit. Wer sie in diesem Jahr verfolgt hätte, der hätte einen Fehler begangen. Ausgehend von beispielsweise 15.135 Punkten per Ende April in unserem heimischen DAX hätte man bis heute, quasi Ende August, eine positive Rendite eingefahren. Heute notiert unser Leitindex schließlich bei 15.800 Zählern. Und auch wenn dieser Wert tagtäglich und bis Ende des Monats schwanken könnte: Derzeit liegt das Plus bei ca. 4,4 %.

Das klingt nach wenig? Ja, natürlich. Das ist es auch einigermaßen. Bedenken sollten wir allerdings auch, dass der Zeitraum von Ende April bis Ende August ein relativ kurzer Zeitraum von lediglich vier Monaten ist. Sell in May and go away wäre daher zumindest dahin gehend teuer gewesen, dass man auf einen Teil der Jahresrendite verzichtet hätte.

Hinzu kämen außerdem Gebühren, die ein „Sell in May“-Ansatz grundsätzlich mit sich bringt. Sowie auch die möglichen Gebühren für einen Wiedereinstieg im September. Entsprechend können wir sagen: In diesem Jahr wäre es ein Fehler gewesen. Wobei das Markt-Timing, was dieser Ansatz grundsätzlich ist, natürlich im Allgemeinen eher schwierig ist.

Kaufen im September auch ein Fehler …?

Wenn das Sell in May in diesem Jahr ein Fehler gewesen ist, trifft das auch auf das Comeback im September zu? Auch das ist wirklich eine interessante Frage. Wenn du jedoch bloß bis auf den nächsten Mai schielst, könnte das der Fall sein. Oder vielleicht auch nicht. Kurzfristig orientiert kann eine Menge passieren. Auch weil wir mit Blick auf den DAX, S&P 500 und Co. sehen, dass die Börsenbewertung gegenwärtig vergleichsweise hoch ist.

Langfristig orientiert neigen breite Märkte aber grundsätzlich dazu, im Wert zu steigen. Ein Buy-and-Hold-Ansatz könnte entsprechend trotzdem Rendite erwirtschaften. Vor allem bei einem nicht unbedingt marktbreiten, selektiven Ansatz.

Wer daher das nächste Mal nicht unbedingt „Sell in May“ verfolgt, könnte jetzt trotzdem zukaufen. Wobei der Buy-and-Hold-Ansatz eigentlich das entscheidende Merkmal ist. Generell und im Allgemeinen. Diese Börsenregel kann man daher eigentlich vergessen.

Der Artikel Sell in May wäre ein Fehler gewesen: Das Comeback im September ebenfalls? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

Mehr Lesen

Motley Fool Deutschland 2021

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.