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Mit seinem Milliarden-Investment in Lucid Motors will sich Saudi Arabien offenbar einen langgehegten Traum erfüllen

Business Insider Deutschland
·Lesedauer: 2 Min.

Saudi-Arabien will weiterhin unabhängiger vom Öl werden und strebt scheinbar an, seine produzierende Industrie auszubauen. Wie „Bloomberg“ berichtet, hat das Land Berater angeheuert — unter anderem die Boston Consulting Group — um den Aufbau einer landeseigenen Automarke zu prüfen. Das Projekt sei mit bereits existierenden Plänen des Staats verbunden, eine eigene Autoindustrie aufzubauen und die lokale Fertigung zu fördern. Der Bericht bezog sich dabei auf Personen, die mit den Angelegenheiten vertraut sind. Auch das „Manager Magazin“ hatte berichtet.

Bei der Realisierung der Pläne soll der 400 Milliarden Dollar schwere Saudische Staatsfonds PIF eine große Rolle spielen. Der ist bereits seit Ende 2018 mit einer Milliarde Dollar in den US-Elektroautobauer und Tesla-Konkurrenten Lucid Motors investiert. Dieses Investment soll auf dem Weg des Königreichs zur eigenen Automarke nun wichtig werden. Denn wie „Bloomberg“ bereits im Januar berichtet hatte, sollen PIF und Lucid über den Bau eines Elektroauto-Werkes bei Jeddah am Roten Meer verhandeln. Außerdem könnte die bei der Serienfertigung des Lucid Air eingesetzte Plattform und Elektroauto-Technologie auch bei der Entwicklung der saudischen Eigenmarke Verwendung finden, so das „Manager Magazin“.

Vor der Kooperation mit Lucid war der PIF auch bei Tesla eingestiegen. Ein Tweet von Tesla-CEO Elon Musk, in dem der andeutete, sein Unternehmen mit Hilfe des saudischen Fonds von der Börse nehmen zu wollen, bewog den PIF allerdings zum Rückzug. Musk selbst bekam es mit der US-Börsenaufsicht SEC zu tun. Der Fond verkaufte schließlich das Gros seiner Anteile Ende 2019 — und damit kurz vor dem Aktien-Boom beim E-Auto-Pionier.

Offizielle Stellen halten sich bedeckt

Wie das „Manager Magazin“ schreibt, sind die Saudis nicht das einzige Land, das am Aufbau einer nationalen Automarke arbeitet. In der Türkei stehe schon ein Elektro-SUV des nationalen Togg-Konsortiums bereit und in Vietnam gebe es den jungen Autohersteller Vinfast — ebenfalls ein E-Auto-Aspirant, der künftig Elektro-SUVs für das Land produzieren wolle. Der PIF habe aber die Mittel, um ein nationales Autoprojekt auch im größeren Maßstab aufzuziehen. Allerdings ist auch die Konkurrenz nicht klein. Insbesondere in China gibt es mehrere Hersteller, von denen ein Teil auch globale Ambitionen hegt.

Saudi-Arabien selbst habe bisher allerdings wenig zu seinen Plänen verlauten lassen. In einem Briefing im Januar erklärte PIF-Chef Yasir Al-Rumayyan immerhin, dass das Königreich noch dieses oder nächstes Jahr Schritte zum Ausbau der lokalen Fertigung beschließen wolle, so „Bloomberg“. Dabei gehe es zunächst um Elektrogeräte. In Bezug auf Autos erwäge man aktuelle mehrere Projekte, die „dieses oder spätestens nächstes Jahr ausgeführt werden“, sagte Al-Rumayyan.

sb