Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    13.335,68
    +49,11 (+0,37%)
     
  • Euro Stoxx 50

    3.527,79
    +16,85 (+0,48%)
     
  • Dow Jones 30

    29.838,26
    -34,21 (-0,11%)
     
  • Gold

    1.788,10
    -23,10 (-1,28%)
     
  • EUR/USD

    1,1959
    +0,0046 (+0,38%)
     
  • BTC-EUR

    14.055,23
    -357,32 (-2,48%)
     
  • CMC Crypto 200

    328,92
    -8,58 (-2,54%)
     
  • Öl (Brent)

    45,43
    -0,28 (-0,61%)
     
  • MDAX

    29.374,63
    +228,52 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.128,52
    +43,04 (+1,39%)
     
  • SDAX

    13.835,35
    +136,47 (+1,00%)
     
  • Nikkei 225

    26.644,71
    +107,40 (+0,40%)
     
  • FTSE 100

    6.367,58
    +4,65 (+0,07%)
     
  • CAC 40

    5.598,18
    +31,39 (+0,56%)
     
  • Nasdaq Compositive

    12.187,97
    +93,57 (+0,77%)
     

Seibert: US-Beziehungen wichtig, aber mehr Eigenverantwortung Europas

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Kritik des französischen Staatschefs Emmanuel Macron an Äußerungen von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) hat Regierungssprecher Steffen Seibert betont, man teile mit Frankreich das Streben nach mehr eigenständigem Handeln Europas. Gleichzeitig sprach er davon, wie wichtig das Verhältnis Europas und Deutschlands zu den USA seien. Man sei überzeugt, dass Deutschland und Europa "die großen Herausforderungen unserer Zeit mit den USA gemeinsam angehen müssen, wenn wir ihnen wirksam begegnen wollen", sagte Seibert am Montag.

Kramp-Karrenbauer hatte unmittelbar vor der US-Präsidentenwahl Anfang November beim Internetportal Politico einen Gastbeitrag mit dem Titel "Europe still needs America" (Etwa: "Europa braucht Amerika immer noch") veröffentlicht. Die CDU-Politikerin schrieb dort, "Illusionen einer europäischen strategischen Unabhängigkeit" müssten enden: "Die Europäer werden nicht in der Lage sein, die entscheidende Rolle Amerikas als ein Sicherheitsanbieter zu ersetzen."

Macron kritisierte ihre Skepsis: "Ich halte das für eine Fehlinterpretation der Geschichte", sagte er in einem am Montag erschienenen Interview der Pariser Zeitschrift "Grand Continent". "Zum Glück verfolgt die deutsche Kanzlerin nicht diese Linie, wenn ich es richtig verstanden habe."

Regierungssprecher Seibert verwies auf die jahrzehntelange Partnerschaft und Freundschaft, die Deutschland und Europa mit den USA verbinde. Zugleich sei man sich mit "unseren französischen Freunden" ganz darin einig, "dass wir in Europa noch mehr Verantwortung für unsere eigene Sicherheit für unsere eigene Nachbarschaft übernehmen müssen", sagte Seibert. "Wir teilen mit Frankreich das Bestreben, als Europäer noch stärker zu eigenständigem Handeln in der Lage zu sein."