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Sehen, hören, kurz, klein: Das waren die Internet-Trends in diesem Jahr

Willy Flemmer
·Freier Autor für Yahoo
·Lesedauer: 4 Min.

Einkaufen, Filme schauen, Musik hören, mit Freunden und Verwandten kommunizieren – ein großer Teil unseres Lebens findet heute im Internet statt. Wir verraten, welche Online-Trends es dieses Jahr gab.

Group of millennial friends watching smart mobile phones - Teenagers addiction to new technology trends - Concept of youth, tech, social and friendship - Focus on smartphones
Symbolbild: Getty Images

TikTok statt YouTube

Die Bedeutung der sozialen Medien nimmt weiter zu. Dabei werden die Platzhirsche zunehmend von aufstrebenden Playern herausgefordert. Einer von ihnen ist TikTok. 2020 war das Jahr der zum chinesischen Konzern ByteDance gehörenden Videoplattform. Die App knackte dieses Jahr die Download-Marke von zwei Milliarden. Dieser Erfolg und nicht zuletzt der Umstand, dass sich das Portal vor allem bei den jungen Nutzern großer Beliebtheit erfreut, dürften den Videodienst YouTube das Fürchten lehren.

Klein statt groß

Auch Facebook musste sich dieses Jahr wärmer anziehen. Das soziale Netzwerk verfolgte in den vergangenen Jahren die Strategie, einen ihm gefährlich werdenden Konkurrenten aufzukaufen. Siehe Instagram und WhatsApp. Unschädlich machen kann der Konzern auf diese Weise allerdings nicht alle Herausforderer. Zumal die Eroberungszüge eines nicht ausmerzen können: den sich wandelnden Geschmack der Nutzer. Und die bevorzugen aktuell nicht nur kleinere, sondern auch themenspezifische Netzwerke wie das Gamer-Portal Twitch.

Older woman talking via video call. Sit at home on the recommendation of a doctor. An older woman uses tablet
Symbolbild: Getty Images

Dominanz des Videos

Ob die sozialen Netzwerke groß sind oder klein, ein Trend findet sich hier wie da: Das Video wird auf den Plattformen zu einem immer wichtigeren Medium. Die Entwicklung beeinflusst auch, wie wir heute miteinander kommunizieren.

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Videotelefonie lautet das Stichwort. Man kann das Phänomen auch so auf den Punkt bringen: Wer heute seinen Freunden und Verwandten eine Textnachricht schickt oder mit diesen gar auf klassische Weise telefoniert, gehört zu den alten Eisen.

Kurzes Format

Auch diesen Trend dürfte TikTok beschleunigt haben. Die Videos, die auf sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, sind nicht nur kreativ, sondern auch kurz. In der Kürze liegt also die Würze. Das Phänomen ist auch im Fernsehen und bei den Streaming-Diensten zu beobachten. Dort entstehen immer mehr Serien mit auffällig kurzen Episoden. Ein Beispiel ist "State of the Union". Die seit 2019 ausgestrahlte britische Sitcom besteht aus rund zehn Minuten langen Folgen.

Kurznachrichten-Texte

Auch Texte sollen möglichst kurz sein. Neu ist der Trend nicht, er trat spätestens mit der Einführung der SMS in Erscheinung und wird durch Kurznachrichtendienste wie Twitter und WhatsApp beschleunigt. Dieses Jahr hat er weiteren Schub bekommen. Wer die Aufmerksamkeit des Kommunikationspartners nicht verlieren will, sollte sich also kürzer denn je halten.

Close-up Of A Beard Man Using Voice Recognition Function On Mobile Phone Against White Background
Symbolbild: Getty Images

Audio und Voice Search

Nicht nur Text und Video, also die optische Rezeption von Inhalten, spielen heute eine wichtige Rolle. Auch Audioformate und somit die akustische Aufnahme von Informationen ist 2020 wichtiger denn je. Wenn wir mit Freunden und Verwandten kommunizieren, dann senden wir ihnen schon mal eine Audiodatei via WhatsApp oder Telegram. Und wenn wir für Google eine Suchanfrage haben, dann tippen wir den Begriff nicht ein, wir befehlen via Sprache. Das Angebot nennt man Voice Search.

Podcasts – Hören statt lesen und schauen

Internetnutzer informieren sich nicht nur durch Lesen und über Videoangebote. Sie machen sich heute auch gerne mit Hilfe von Podcasts schlau. Das Format hat sich dieses Jahr endgültig durchgesetzt, dabei dürfte die Corona-Pandemie der wichtigste Trendbeschleuniger gewesen sein.

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Über den Stand der Dinge in dieser Front informieren sich die Menschen gerne auch durch Hören von Podcasts. Der Vorteil gegenüber Text und Video: Während der Informationsaufnahme kann man sich anderen Dingen widmen. Der Podcast ist also das ideale Medium in unserer immer schneller werdenden Multi-Task-Gesellschaft.

VOD service screen with remote control in hand. Video On Demand television internet stream multimedia concept
Symbolbild: Getty Images

Streamen statt ins Kino gehen

Auch Streaming-Dienste wie Netflix, Amazon Prime Video und Disney+ gehören zu den Gewinnern der Corona-Krise. Dieses Jahr werden mehr Menschen als jemals zuvor Serien und Filme online geschaut haben. Kein Wunder bei der Entwicklung. Die Kinos waren geschlossen oder durften nur einen Teil ihrer Kapazitäten auslasten. Viele Filmstudios und -verleiher haben aus diesem Grund ihre Produktionen auf Streaming-Diensten veröffentlicht. Und weil die Bewegungsfreiheit der Menschen durch Ausgangsbeschränkungen und -sperren eingeschränkt war, nahmen viele die Angebote dankend an.

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