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Sechs Monate Sommer: Warum das kein Grund zur Freude ist

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Was sich erstmal wie eine gute Nachricht anhört, ist in Wahrheit eine Hiobsbotschaft für den Planeten. Die Sommer könnten zukünftig deutlich wärmer werden und bis zu sechs Monate lang.

Stimmen die Berechnungen der Wissenschaftler, könnte auch in Deutschland bald das halbe Jahr über heißes, trockenes Wetter herrschen. (Symbolbild: Getty)
Stimmen die Berechnungen der Wissenschaftler, könnte auch in Deutschland bald das halbe Jahr über heißes, trockenes Wetter herrschen. (Symbolbild: Getty)

Schon im Jahr 2100, also in einer erdgeschichtlich sehr kurzen Spanne, könnten die Sommer auch in der nördlichen Hemisphäre bis zu sechs Monate lange dauern, heißt es laut einer Studie, die Anfang März veröffentlicht wurde. Doch das ist kein Grund zur Freude. Wer zunächst an laue Sommernächte und tropische Strandurlaube an der Ostsee denkt, unterschätzt die Auswirkungen auf das Ökosystem der Erde gewaltig. Denn die steigenden Temperaturen hätten gravierende Folgen für die Landwirtschaft, die Umwelt und die menschliche Gesundheit.

Extremwetter wird häufiger

In der Studie die im Journal der "Advancing Earth and Space Science" veröffentlicht wurde, vergleichen die Autoren die aktuellen Jahreszeiten mit denen der 50er Jahre. Schon jetzt seien Beginn und Ende der Jahreszeiten durch den Klimawandel verschoben und beeinflusst worden. Yuping Guan, eine der Autorinnen der Studie, sagt voraus: "Die Sommer werden länger und heißer, die Winter kürzer und wärmer werden."

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Auch Frühling und Herbst könnten deutlich kürzer ausfallen, glauben die Forscher. Aus ihren Daten geht hervor, dass die Sommerzeit von 1952 bis 2011 um 17 Tage länger wurde. Der Winter schrumpfte im gleichen Zeitraum um drei Tage, Frühling und Herbst und neun und fünf Tage. Zahlreiche Studien hätten inzwischen gezeigt, dass die Veränderung der Jahreszeiten signifikante Auswirkungen auf die Gesundheit hätte, sagte Guan laut FOX News 29. Die Ozeanographin erklärte, wie die veränderten Routen der Zugvögel und die wechselnden Blütezeiten der Pflanzen bereits jetzt Einfluss auf die Umwelt nähmen.

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Die immer häufiger auftauchenden Wetter-Extreme wie Dürre, Stürme und Überflutungen würden in Zukunft weiter zunehmen. Auch die verheerenden Waldbrände, die im vergangenen Jahr Australien, Kalifornien und Brasilien heimsuchten, könnten häufiger werden, sagen die Autoren der Studie.

Noch ist es möglich, diesen Trend anzuhalten oder zumindest zu verlangsamen. Doch dafür müsste es eine weltweite konsequente Umsetzung der Klimaziele geben. Die Wissenschaftler vermuten, dass der Temperaturanstieg gestoppt werden könnte, wenn alle von Menschen verursachten Emissionen heute eingestellt würden.

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