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Sechs Gründe, warum ihr euch ständig müde fühlt, und was Schlafexperten in diesem Fall raten

Ständige Müdigkeit kann gesundheitliche Ursachen haben und sollte nicht unterschätzt werden.
Ständige Müdigkeit kann gesundheitliche Ursachen haben und sollte nicht unterschätzt werden.

Es ist normal, hin und wieder auch am Tag müde zu sein. Wenn ihr jedoch plötzlich oder häufig übermäßig müde werdet und nachts mehr als die empfohlenen sieben bis acht Stunden schlaft, kann dies ein Grund zur Sorge sein.

Ganz zu schweigen davon, dass ständige Müdigkeit und Abgeschlagenheit den Alltag beeinträchtigen und sogar gefährlich werden können, wenn ihr ein Auto oder andere Maschinen bedient. Hier sind sechs Gründe für übermäßige Tagesmüdigkeit – und wie ihr sie behandeln könnt.

1. Schlafmangel

Das ist die offensichtlichste Erklärung. Ein Schlafdefizit liegt vor, wenn ihr nicht genug Schlaf bekommt, verglichen mit der Menge an Schlaf, die ihr eigentlich braucht. Wenn zum Beispiel jemand, der normalerweise acht Stunden Schlaf bekommt, plötzlich ein paar Tage lang nur sechs Stunden Schlaf bekommt, entsteht ein Schlafdefizit.

Dieses Defizit baut sich mit der Zeit auf – je mehr Schlafmangel ihr anhäuft, desto schläfriger fühlt ihr euch und desto länger dauert es, bis ihr zu eurem Ausgangszustand zurückkehrt. Ein Schlafdefizit kann dadurch entstehen, dass euer Alltag einem guten Schlaf im Wege steht, es kann aber auch die Folge eines Gesundheitsproblems sein. Einige Krankheiten, die eine gute Nachtruhe verhindern können, sind:

  • Alzheimer-Krankheit

  • Krebs

  • Depression

  • Kopfverletzungen

  • Geistige Behinderung

  • Schwangerschaft

  • Schizophrenie

  • Schlaganfall

Schon eine einzige Nacht mit zu wenig Schlaf bringe den Schlaf etwas durcheinander – und es könne mehrere Tage dauern, bis ihr euch davon erholt, sagt Alex Dimitriu, Facharzt für Psychiatrie und Schlafmedizin und Gründer von Menlo Park Psychiatry and Sleep Medicine.

Abgesehen von übermäßiger Schläfrigkeit könnten kognitive Beeinträchtigungen auftreten, wie etwa:

  • Probleme mit dem Gedächtnis

  • langsameres Denken

  • Keine kürzere Aufmerksamkeitsspanne

  • Reizbarkeit

Behandlung: Um euch von dem Schlafdefizit zu erholen, müsst ihr ausreichend Schlaf bekommen. Laut Dimitriu solltet ihr darauf achten, dass ihr mindestens sieben oder acht Stunden Schlaf pro Nacht bekommt und idealerweise jede Nacht und jeden Morgen zur gleichen Zeit einschlaft und aufwacht.

„Vermeidet auch ‚Flip-Flop‘-Schlafmuster, bei denen ihr in einer Nacht zu wenig und in der nächsten Nacht zu viel schlaft“, sagt Dimitriu. Strebt stattdessen jede Nacht in etwa eine gleiche Schlafmenge an.

2. Koffein- oder Alkoholkonsum

"Die Schlafqualität ist genauso wichtig wie die Schlafmenge. Es ist wichtig, dass das Gehirn nachts die richtigen Schlafphasen durchläuft, und viele Substanzen können dies stören", sagt Dimitriu.

Zwei häufige Übeltäter sind ihm zufolge Koffein und Alkohol: Koffein kann dazu führen, dass sich die Einschlafzeit verlängert, die Qualität des Schlafs schlechter ist und sich der Schlaf insgesamt verkürzt. Eine Studie aus dem Jahr 2013 ergab, dass der Konsum von Koffein sechs Stunden vor dem Schlafengehen die Gesamtschlafzeit um über eine Stunde verkürzt.

Auch Alkohol kann zu einer schlechteren Schlafqualität führen, da er die Anzahl der REM-Schlafphasen verringert und Schlaflosigkeit begünstigen kann. Eine Studie aus dem Jahr 2018 ergab, dass mäßiger Alkoholkonsum die Schlafqualität um 24 Prozent verringert, während starker Alkoholkonsum zu einer Verringerung um 39 Prozent führt. Unter moderatem Alkoholkonsum wurden hier zwei oder weniger Getränke pro Tag für Männer und ein oder weniger Getränke pro Tag für Frauen verstanden.

Behandlung: Eine Verringerung des Alkohol- und/oder Koffeinkonsums, insbesondere vor dem Schlafengehen, kann dazu beitragen, die allgemeine Schlafqualität zu verbessern und die Tagesmüdigkeit zu verringern. Idealerweise solltet ihr sechs Stunden vor dem Schlafengehen kein Koffein und vier Stunden vor dem Schlafengehen keinen Alkohol mehr trinken.

3. Medikamente

Verschiedene Medikamente könnten ebenfalls müde machen, sagt Dimitriu. Diese Nebenwirkungen können vor allem dann auftreten, wenn ihr ein Medikament zum ersten Mal einnehmt.

Einige Medikamente, die Schläfrigkeit verursachen, sind:

  • Allergie-Medikamente

  • Angst hemmende Medikamente

  • Antidepressiva

  • Antipsychotika

  • Antikonvulsiva

  • Medikamente gegen hohen Blutdruck

  • Muskelrelaxantien

  • Schmerzmedikamente

Behandlung: Sprecht mit eurem Arzt, wenn ihr glaubt, dass eure Medikamente euch besonders müde machen. Möglicherweise muss sich euer Körper erst an das Medikament gewöhnen, oder ihr könnt es zu einer anderen Tageszeit einnehmen, die für euch besser geeignet ist. Setzt die verschriebenen Medikamente aber nicht ab, bevor ihr mit einem Arzt gesprochen habt.

4. Schlafapnoe

Schlafapnoe ist eine sehr häufige Erkrankung, von der etwa 25 Prozent der Männer und zehn Prozent der Frauen betroffen sind. Sie verursache nächtliche Atemaussetzer, die zu Schlafstörungen und einer schlechteren Schlafqualität führen, wie Meir Kryger, Facharzt für Pneumologie und Schlafmedizin an der Yale Medicine, erklärt.

Wenn ihr als Betroffene das Bett mit jemandem teilt, könne die Person berichten, dass sie euch laut schnarchen hört oder beobachtet hat, wie ihr nachts aufhört zu atmen, was ein verräterisches Anzeichen für Schlafapnoe sei, sagt Kryger.

Weitere Symptome der Schlafapnoe sind:

  • Schwierigkeiten beim Einschlafen

  • Aufwachen mit trockenem Mund

  • Kopfschmerzen am Morgen

  • Gereiztheit

  • Konzentrationsschwierigkeiten

Das Risiko, an Schlafapnoe zu erkranken, ist am größten, wenn ihr über 50 Jahre alt oder übergewichtig seid.

Behandlung: Wenn Schlaftests ergeben, dass ihr an Schlafapnoe leidet, hängt die Behandlung vom Schweregrad der Erkrankung ab. In leichten Fällen kann eine Änderung des Lebensstils helfen, etwa Gewichtsabnahme, wenn ihr übergewichtig seid. In mittelschweren oder schweren Fällen besteht die häufigste Behandlung jedoch in der Verwendung eines CPAP-Geräts (Continuous Positive Airway Pressure), um die Atemwege offenzuhalten. Wenn ein CPAP-Gerät nicht das Richtige für euch ist, können orale Hilfsmittel, wie etwa Zungenstabilisatoren, weitere Optionen sein.

5. Narkolepsie

Wenn ihr tagsüber extrem müde seid – bis hin zum plötzlichen Einschlafen, egal, wo ihr euch befindet –, leidet ihr möglicherweise an Narkolepsie, sagt Kryger. Die Krankheit ist relativ selten und betrifft nur etwa einen von 2000 Menschen in den USA und Westeuropa.

Narkolepsie ist eine Erkrankung, bei der das Gehirn Schwierigkeiten hat, den Schlaf-Wach-Rhythmus zu steuern. Laut Kryger können auch folgende Symptome auftreten:

  • Halluzinationen, insbesondere beim Einschlafen oder Aufwachen.

  • Kataplexie: ein plötzlicher Verlust des Muskeltonus, der zu Schwäche oder sogar zum Zusammenbruch führen kann, typischerweise bei starken Emotionen wie Wut oder Erregung.

  • Schlaflähmung, bei der ihr euch vorübergehend nicht bewegen oder sprechen könnt, in der Regel zum Zeitpunkt des Einschlafens oder Aufwachens.

Behandlung: Narkolepsie ist in der Regel eine lebenslange Erkrankung, aber Medikamente können helfen, schwere Symptome zu verhindern und die Krankheit zu kontrollieren. Zu den Behandlungsmöglichkeiten gehören verschreibungspflichtige Medikamente wie:

  • Stimulanzien

  • Antidepressiva

  • Natriumoxybat (ein starkes Beruhigungsmittel, das nachts eingenommen wird)

6. Restless-Legs-Syndrom

Das Hauptsymptom des Restless-Legs-Syndroms ist ein extremes Unbehagen in den Beinen, das zu einem unwiderstehlichen Drang führe, die Beine zu bewegen, sagt Kryger. Das Gefühl kann von Schmerzen bis hin zu einem Kribbeln auf der Haut reichen. Wenn man dem Drang, die Beine zu bewegen, nachgibt, kann sich das Unbehagen vorübergehend legen.

Dieses Phänomen verschlimmert sich in der Regel, wenn ihr euch ausruht oder in der Nacht, was zu Problemen beim Einschlafen führen kann. Da euer Schlaf gestört ist, könnt ihr euch am nächsten Tag übermäßig müde fühlen. Außerdem kann es zu häufigen Beinzuckungen während des Schlafs kommen. Schlafmangel und eine Minderung der Schlafqualität können dann zu Tagesmüdigkeit führen.

Behandlung: In vielen Fällen gibt es keine bekannte Ursache für das Restless-Legs-Syndrom, aber manchmal könne Eisenmangel ein Grund dafür sein, sagt Kryger. In diesem Fall kann eine Eisenergänzung helfen, das Syndrom zu behandeln. In anderen Fällen umfasst die Behandlung verschiedene Medikamente, wie etwa:

  • Medikamente gegen Krampfanfälle

  • Medikamente, die den Dopaminspiegel erhöhen (z. B. Neupro und Mirapex)

  • Muskelrelaxantien

  • Opioide

Zusammenfassung:

Wenn übermäßige Müdigkeit am Tag euer tägliches Leben beeinträchtigt, solltet ihr euren Hausarzt oder einen Schlafspezialisten aufsuchen, um die Ursache zu ermitteln. Ganz gleich, ob ihr einfach mehr Schlaf pro Nacht braucht oder Medikamente zur Behandlung einer Krankheit einnehmt: Ein Arzt kann euch helfen, euch ausgeruhter und wacher zu fühlen.

Dieser Text wurde von Marlene Schulze aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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