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Schwieriger Markt lässt Loewe tiefer in die roten Zahlen rutschen

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Kronach (dapd). Der schwierige Markt für Fernsehgeräte und die Eurokrise haben den Fernsehgerätehersteller Loewe im dritten Quartal 2012 tiefer in die roten Zahlen rutschen lassen. Der Verlust nach Steuern habe sich von 3,9 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 7,7 Millionen Euro fast verdoppelt, geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Quartalsbericht des Konzerns aus dem fränkischen Kronach hervor. Von Januar bis September sei der Verlust leicht verringert worden, und zwar von 11,7 Millionen auf 10,1 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter sei von durchschnittlich 1.022 auf 1.002 reduziert worden - durch den Nichtersatz ausscheidender Mitarbeiter, individuelle Arbeitszeitvereinbarungen und Altersteilzeit.

Trotz des schwierigen dritten Quartals solle der strategische Umbau weiter vorangetrieben werden, um den neuen Marktherausforderungen besser begegnen zu können, kündigte Loewe (Xetra: 649410 - Nachrichten) an. Dazu gehörten die Neustrukturierung des gesamten Sortiments im TV- und Audiobereich und die Entwicklung von "länderspezifischen Distributionskonzepten" für die unterschiedlichen Märkte.

Loewe hatte bereits Anfang Oktober mitgeteilt, dass der Umsatz im dritten Quartal um 30 Prozent auf 47,4 Millionen Euro und im Neunmonatszeitraum um sieben Prozent auf 173 Millionen Euro gesunken war. Das ursprünglich für 2012 geplante Umsatzwachstum mit einer deutlichen Ergebnisverbesserung hatte das Unternehmen als "nicht mehr realistisch" zurückgenommen.

Zu den Veränderungen im Konzern gehört auch der Wechsel an der Unternehmensspitze: Der erst seit 2010 amtierende Vorstandsvorsitzende Oliver Seidl werde in gegenseitigem Einvernehmen Ende März kommenden Jahres sein Amt (Taiwan OTC: 8271.TWO - Nachrichten) abgeben und sich neuen Aufgaben widmen, teilte Loewe am Dienstagabend mit. Zu seinem Nachfolger bestimmte der Aufsichtsrat Matthias Harsch, bislang Geschäftsführer beim baden-württembergischen Waagenhersteller Bizerba. Der 47-Jährige soll spätestens zum 1. März 2013 die Führung der fränkischen Traditionsfirma übernehmen.

Seidl wechselt zur Media (Berlin: GC8.BE - Nachrichten) -Saturn-Unternehmensgruppe. Wie diese am Mittwoch mitteilte, soll der 49-Jährige dort die Geschäftsführung verstärken.

dapd

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