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Schwesig: Krebs-Vorsorge auch in Corona-Zeit wahrnehmen

·Lesedauer: 1 Min.

SCHWERIN (dpa-AFX) - Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat gewarnt, vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie nicht zur Krebs-Vorsorgeuntersuchung zu gehen. "Es ist total wichtig, zur Vorsorge zu gehen. Und ich weiß, dass man sich gerade in der jetzigen Zeit dreimal fragt, muss ich jetzt zum Arzt, muss ich jetzt eine Untersuchung machen", sagte Schwesig anlässlich des Weltkrebstages in einem am Donnerstag veröffentlichten ZDF-Interview. Es gelte auch in der Corona-Zeit Vor- und Nachsorgetermine wahrzunehmen.

Während ihrer eigenen Krebstherapie habe sie privat bereits Masken genutzt, etwa wenn ihre Kinder erkältet waren, was in einer Kita oder Schule ganz schnell vorkommen könne. Die Corona-Pandemie habe gerade für Risikopatienten eine ganz besondere Dimension.

Die Ministerpräsidentin hatte ihre Brustkrebserkrankung im September 2019 öffentlich gemacht. Aus diesem Grund hatte sie damals das Amt als kommissarische SPD-Bundeschefin niedergelegt, aber als Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern weitergemacht. Im Mai 2020 sagte sie, dass sie wieder gesund ist.

"Für mich hat es sich wie ein Befreiungsschlag angefühlt, als ich dann allen öffentlich gesagt habe, ich habe Krebs und ich habe die Hoffnung, wieder gesund zu werden", sagte Schwesig weiter.

Die Diagnose fühle sich so an, als ob ein großes Loch aufgehe. "Als ich mich einigermaßen von diesem Schock erholt habe, mit Ärzten gesprochen habe, dass es auch Möglichkeiten der Therapien gibt - wenn man in so eine aktive Rolle kommen kann, dann erkennt man, da kann es auch einen Weg geben."