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"Fühlt sich scheiße an": Mainz leidet mit Pechvogel Zentner

Maximilian Lotz
·Lesedauer: 3 Min.
"Fühlt sich scheiße an": Mainz leidet mit Pechvogel Zentner
"Fühlt sich scheiße an": Mainz leidet mit Pechvogel Zentner

Robin Zentner sank mit dem Schlusspfiff an seinem Tor zusammen, klammerte sich mit beiden Händen am Pfosten fest und lehnte seine Stirn gedankenverloren ans Aluminium.

Teamkollege Danny da Costa versuchte, den Pechvogel aufzumuntern, doch der Torhüter des FSV Mainz 05 war untröstlich.

"Jeder von uns hat in seiner Karriere schon einen Fehler gemacht, der zu einem Tor geführt hat", sagte Phillipp Mwene. "Es fühlt sich für einen selbst scheiße an. Deshalb haben wir ihn alle direkt aufgebaut und machen ihm da keinen Vorwurf."

Der ansonsten zuverlässige Zentner verschuldete mit einem schweren Patzer die 0:1 (0:1)-Niederlage gegen den FC Augsburg. (Alle Spiele und Ergebnisse)

Svensson: "Er muss sowas wegstecken"

"Robin ist alt genug. Er muss sowas wegstecken", sagte der Mainzer Trainer Bo Svensson bei Sky. "Wenn ein Torwart einen großen Fehler macht, ist es oft ein Gegentor. In einem 1:0-Spiel ohne viele Torchancen ist das natürlich entscheidend. Er hat uns auch oft genug gerettet, er kommt wieder."

Nach einem Rückpass von Moussa Niakhaté traf Zentner den Ball nicht richtig und spielte ihn statt zu seinem Teamkollegen Stefan Bell dem Augsburger Florian Niederlechner in den Fuß. Der FCA-Stürmer legte quer auf André Hahn (25.), der ins leere Tor einschob.

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Zentner schlägt legendäres Luftloch

Zentner war bislang in dieser Saison ein sicherer Rückhalt für die Mainzer. Im November 2017 schlug der damalige Ersatztorhüter der Rheinhessen im Spiel bei Borussia Mönchengladbach ein legendäres Luftloch, als er den Elfmeterpunkt fälschlicherweise für den Ball hielt. Damals blieb sein Patzer folgenlos. Wie schon in der Vorwoche beim 1:1 gegen Bayer Leverkusen führte ein Torwartpatzer zu einem FCA-Tor. Diesmal reichte es zum erlösenden Sieg - auch weil der Mainzer Karim Onisiwo in der Schlussphase nur den Pfosten traf (87.). (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Während die zuletzt formstarken Rheinhessen durch die Niederlage den Sprung aus der Abstiegszone verpassten und Vorletzter bleiben, verschafften sich die Augsburger, die zuvor nur eines von acht Bundesligaspielen gewinnen konnten, im Tabellenkeller etwas Luft. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nun wieder acht Punkte. (Tabelle der Bundesliga)

"Das war sehr, sehr wichtig", sagte Daniel Caligiuri, "diese Punkte tun uns sehr gut. Natürlich war Glück dabei."

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Mainz macht das Spiel - Augsburg das Tor

Die 05er wurden nach zuvor drei Spielen ohne Niederlage hingegen ausgebremst. Nach der Hinrunde hatte Mainz nur sieben Zähler auf dem Konto, noch nie hat in der Bundesliga ein Team mit einer solch schlechten Ausbeute den Klassenerhalt geschafft. Mit dem Rücken zur Wand hatte Sportdirektor Martin Schmidt deshalb den "geilsten Abstiegskampf, den es je gab" ausgerufen - mit Leidenschaft und Laufstärke wollten sie diesen auch gegen Augsburg befeuern.

Mainz setzte die Gäste in einem kampfbetonten Spiel früh unter Druck und war tonangebend, Kapitän Danny Latza gab nach einer Viertelstunde den ersten gefährlichen Torschuss ab. Die Augsburger Führung fiel dann aus dem Nichts - und unter gütiger Mithilfe des zuletzt starken Zentner, der den Ball völlig unbedrängt FCA-Stürmer Florian Niederlechner in die Füße spielte. Hahn musste dessen Querpass nur noch einschieben.

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Trainer Svensson hatte zuletzt dreimal in Folge der gleichen Startelf vertraut, gegen Augsburg musste er einmal tauschen. Für Dominik Kohr, der mit einem grippalen Infekt ausfiel, rückte Kevin Stöger ins Team. Der Österreicher hatte mit zwei späten Jokertoren sowohl den Sieg bei Borussia Mönchengladbach (2:1) als auch das Remis bei Bayer Leverkusen (2:2) klargemacht.

Gikiewicz nach Zusammenprall lange behandelt

Am Sonntag strahlten Stöger und Co. selten Torgefahr aus. Auch nach der Gäste-Führung gab es wenige spielerische Glanzpunkte, Mainz blieb aber bissig. Einen Distanzschuss von Latza (39.) parierte Rafal Gikiewicz stark.

In der 62. Minute sorgte der FCA-Torhüter für einen Schreckmoment: Bei einer Rettungstat prallte Gikiewicz heftig mit dem Mainzer Karim Onisiwo zusammen, nach einer längeren Behandlungspause konnte der Pole aber weiterspielen - und hielt am Ende seinem Team den Dreier fest.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)