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Nach schwerem Erdbeben in Marokko: Hilfen in Millionenhöhe benötigt

In Marokko sinken nach dem schweren Erdbeben von Freitagnacht die Chancen, noch Überlebende zu finden. Nach jüngsten Angaben des marokkanischen Innenministeriums gibt es mehr als 2.900 Tote, die Zahl der Verletzten liegt bei 5.530 Menschen. Deren Versorgung gestaltet sich schwierig, die Sorge wächst, dass in der betroffenen Region Seuchen ausbrechen könnten.

In der am stärksten betroffenen Region Al-Haouz südlich von Marrakesch werden noch immer neue Opfer entdeckt. Und auch die Angst vor neuerlichen Erdstößen ist überall präsent.

"Wir benötigen 100 Millionen Schweizer Franken, um die dringendsten Bedürfnisse abzudecken, dazu zählen Gesundheit, Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene, Unterkünfte, Hilfsgüter und andere elementare Bedürfnisse", erklärte Christine Holt Direktorin für Katastrophen, Klima und Krisen bei der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC).

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Die Regierung in Marokko steht unter Druck, internationale Hilfe anzunehmen. Bislang hat das nordafrikanische Land nur Unterstützung aus Spanien, Großbritannien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten angenommen.

"Wir befinden uns in einer zentralen Sammelstelle in Marrakesch und verteilen von dort aus alle Hilfsgüter, die für die Opfer ankommen", sagt Souaad Boulouz, Programm-Direktorin der Mohammed V.-Stiftung für Solidarität.

Marokkos König Mohammed VI. hat unterdessen das Erdbebengebiet besucht, um sich selbst ein Bild von der Lage vor Ort machen. Bei einem Krankenhausbesuch in Marrakesch spendete er Blut.