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"Dann ist alles drin!": Warum die Schweiz so euphorisch ist

·Lesedauer: 4 Min.
"Dann ist alles drin!": Warum die Schweiz so euphorisch ist
"Dann ist alles drin!": Warum die Schweiz so euphorisch ist

Am Samstag fällt für die Schweiz der Startschuss bei dieser Europameisterschaft. Zum fünften Mal ist man bei einer EM-Endrunde dabei und trifft um 15 Uhr im Olympiastadion Baku auf Wales (EM 20210: Schweiz - Wales, Samstag ab 15.00 Uhr im SPORT1-Liveticker).

Für das Team von Nationaltrainer Vladimir Petković, der seit Juli 2014 im Amt ist, wird es wichtig sein, gut in das Turnier rein zu kommen. Ein Sieg gegen die Waliser wäre schon deshalb wichtig, weil mit Italien und der Türkei starke Konkurrenz in der Gruppe vertreten ist.

Die Squadra Azzurra hatte am Freitagabend im Eröffnungsspiel mit einem klaren 3:0 gegen die Türken ein erstes Ausrufezeichen gesetzt.

"Mentaliät ist eine ganz andere geworden"

Der EM Doppelpass mit Toni Schumacher und Oli Pocher am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Vorfreude auf eine ähnliche Leistung seiner Schweizer besteht bei Marcel Koller. "Wir haben einen sehr guten Kader mit vielen Legionären, die sich in der Bundesliga einen Namen gemacht haben und da einen hervorragenden Job machen", sagt der Coach im Gespräch mit SPORT1.

Koller trainierte in der Bundesliga den 1. FC Köln (2003/2004) und den VfL Bochum (2005 bis 2009). Zuletzt war er bis 2020 zwei Jahre lang Cheftrainer des FC Basel, davor sechs Jahre österreichischer Nationaltrainer.

Ähnlich schwärmt auch der frühere Star-Schiedsrichter Urs Meier über die "Nati". "Die Schweiz ist am Zenit angekommen, ich hoffe aber das sie noch nicht drüber ist. Sie müssen zeigen, dass sie die Vorrunde überstehen können und wenn man dann mal im Viertel-, oder Halbfinale ist, dann ist alles drin", sagte der heutige Schweizer TV-Kommentator bei SPORT1.

Meier traut seinen Landsmännern sogar den ganz großen Coup zu. "Die Mentalität ist eine ganz andere geworden. Wieso nicht auch mal die Schweiz? Die Schweiz ist ein unangenehmer Gegner, aber sie haben oft Probleme mit dem Toreschießen, sie machen zu wenig aus ihren Chancen. Ich denke, dass das eine EM für Breel Embolo oder Haris Serferovic werden könnte."

Koller: "Kader hat viel Erfahrung"

Der erfahrene Fußballlehrer, der in seiner aktiven Karriere nur beim Grashopper Club Zürich spielte, glaubt, dass sein Land durchaus für einen Aha-Effekt im Turnier sorgen kann. "Der Schweizer Kader hat viel Erfahrung und die Hoffnung ist natürlich da, dass wir die Vorrunde überstehen und dann für eine Überraschung sorgen können. Warum nicht?"

Koller, gebürtiger Züricher, weiß aber natürlich, dass es schwierig sei "für ein kleines Land wie die Schweiz solch ein Turnier bis zum Schluss durchzustehen". Man sei zwar guter Dinge, doch der 60-Jährige merkt an: "Wenn man sieht, wer alles mit dabei ist und Titelambitionen hegt, da wäre es eine große Überraschung, wenn die Schweiz bis ganz nach vorne kommen würde."

Die Zuversicht ist dennoch da. "Wir werden unsere Möglichkeiten bekommen", mit entscheidend werde sein, "wie fit die Stamm-Elf ist und wie sehr sie alles aus sich rausholen kann".

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Wettkampf-Glück und keine Verletzungen

Vom Personal her müsse man sich wie so oft in der Vergangenheit nicht vor den großen Nationen verstecken, findet Koller. "Auf gar keinen Fall", stellt er klar. "Aber das muss dann auch auf dem Platz gezeigt werden. Du brauchst zu einem guten Kader auch dieses Wettkampf-Glück und musst möglichst verletzungsfrei durch so ein Turnier kommen."

Koller ergänzt noch: "Wenn alles optimal läuft, können meine Schweizer einen Sprung nach vorne machen."

Mit Yann Sommer, Breel Embolo, Denis Zakaria und Nico Elvedi stehen vier Spieler von Borussia Mönchengladbach im Schweizer Kader. Da kann man schon von einem Block sprechen - ähnlich wie in der deutschen Nationalmannschaft der berühmte Bayern-Block. Und dies könne dem Team von Petković nur in die Karten spielen, glaubt Koller.

Xhaka und vier aktuelle Gladbacher

Mit Granit Xhaka vom FC Arsenal ist zudem noch ein früherer Gladbacher der Kapitän des Schweizer Nationalteams. Der 28-Jährige spielte zusammen mit Sommer von 2014 bis 2016 bei der Borussia, in der Spielzeit 2015/2016 mit Elvedi. Am Samstag gegen Wales werden alle vier aktuellen Gladbacher in der Startelf stehen.

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"Das ist sicher ein Vorteil, wenn man einige Spieler aus einem Verein hat. Sie kennen sich und wissen, wie sie spielen. Das Verständnis füreinander ist ein ganz anderes", weiß Koller.

Generell gebe es einen guten Zusammenhalt im Schweizer Team. Die Nationalspieler würden schon einige Jahre zusammen spielen und das begrüßt Koller, "aber die vier Gladbacher verstehen sich dann noch einen Tick besser".

Mal sehen, ob der Schweiz mit ihrem Gladbach-Block also bei dieser EM die große Überraschung gelingt…

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