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Das Schwein ist raus: Wirbel um "Merkelchen"-Spruch bei "The Masked Singer"-Auftakt

Jürgen Winzer
·Lesedauer: 5 Min.
Leider kein Glücksschwein: Katrin Müller-Hohenstein wurde in der Auftaktshow von "The Masked Singer" (ProSieben) enttarnt und schied aus. (Bild: ProSieben/Willi Weber)
Leider kein Glücksschwein: Katrin Müller-Hohenstein wurde in der Auftaktshow von "The Masked Singer" (ProSieben) enttarnt und schied aus. (Bild: ProSieben/Willi Weber)

"Was für ne coole Sau!" Das Lob traf ins Schwarze, aber es bedeutete das Aus: In der ersten "The Masked Singer"-Show (ProSieben) musste das Schwein die Maske fallen lassen. Zum Vorschein kam Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein. Die hatte niemand auf der Rechnung gehabt.

Kandidat raus, Überraschung gelungen: Der Name Katrin Müller-Hohenstein fiel weder am Tisch der Ratecrew noch bei den Fans auf der ProSieben-App oder in den sozialen Netzwerken. Die ZDF-Sportmoderatorin hatte schlichtweg keiner auf der Uhr. Nicht vorher - und jetzt auch nicht alle. "Das Schwein kennt keine Sau!", wurde im Netz wortspielerisch brilliert. Und "Sie ist eine Sportmoderatorinnen-Ikone" von anderen wahrheitsgemäß aufgeklärt.

Natürlich kann man streiten, was es über jemanden aussagt, der zwar alle Teilnehmer bei "Festival der Realitystars" kennt, andererseits aber erst nach "KMH" googeln muss. Aber das schmälert nicht die echte Überraschung, die das Konzept erneut adelt. Schade für Katrin Müller-Hohenstein ("Das hat so einen Spaß gemacht."), dass es sie gleich zum Auftakt erwischte, gut aber für die vierte Staffel des Maskenballs: Bleibt dran, lautet die Botschaft, wir werden euch weiter verblüffen. Und darum geht's.

"Die verarschen uns doch hier." Die Ratecrew (von links: Carolin Kebekus, Ruth Moschner, Rea Garvey) sah sich vor schwere Aufgaben gestellt.  (Bild: ProSieben/Willi Weber)
"Die verarschen uns doch hier." Die Ratecrew (von links: Carolin Kebekus, Ruth Moschner, Rea Garvey) sah sich vor schwere Aufgaben gestellt. (Bild: ProSieben/Willi Weber)

"The Masked Singer": Sendung gekürzt? Die Werbung jedenfalls nicht

Denn auch bei den neun Masken, die eine Runde weiter kamen, werden sich die Ratefüchse schwer tun. "Das ist so verflucht schwer heute", jammerte etwa Ruth Moschner, die turnusgemäß nach der Pause in der Herbststaffel ans Rate-Panel zurückkehrte. Gast-Jurorin Carolin Kebekus vermutete "Ihr wollt uns doch verarschen!", und Rea Garvey gestand früh: "Ich hab keine fucking Ahnung." Und auch die sicherlich wieder rund 3 Millionen Besserratenden am Bildschirm, in der ProSieben-App sowie bei Insta, Facebook & Co. tun sich noch schwer. Für kaum eine Maske gibt es schon klare "Ich weiß was, im Keller brennt Licht"-Signale aus der Fan-Corona.

Das sind positive Überraschungen. Negative gab's auch. "Wir wollen die Sendung kürzer machen", hieß es im Vorfeld. Naja, sie dauerte trotzdem bis halb zwölf, was Berufstätige - Home Office hin oder her - nervt. Und an der Werbung, der von den Fans so unsäglich wie von den Showmachern als essentiell empfundenen, wurde definitiv nicht gespart. 47:30 lautete das Ergebnis in Minuten - zugunsten der Werbe- und Trailerblöcke gegenüber den zehn von den Maskierten gesungenen Titeln. Es geht halt nicht nur um Show, sondern eben auch um Geld.

"Für die Werbung kann ich nichts." Matthias Opdenhövel moderiert nur, die (zahlreichen) Werbeblocks bucht er nicht ein. (Bild: ProSieben/Willi Weber)
"Für die Werbung kann ich nichts." Matthias Opdenhövel moderiert nur, die (zahlreichen) Werbeblocks bucht er nicht ein. (Bild: ProSieben/Willi Weber)

Hat Matthias Opdenhövel "Merkelchen" oder "Ferkelchen" gesagt?

Im wegen Corona menschenleeren Studio herrschte trotzdem gute Laune. Matthias Opdenhövel fungierte als souveräner Moderator mit Stichelqualitäten. Hat er zum traurig blickenden Schweinchen nun "Lass die Mundwinkel nicht so hängen, mein kleines Ferkelchen" gesagt oder "Merkelchen", wie Moschner glaubte gehört zu haben. "Da musst du dich auf die Ferne verhört haben", grinste der Opdi.

Seiner großen Liebe aus Staffel 1, dem Monsterchen, trauert er noch immer hinterher. Dass aus einer Liaison des Monsterchens und des Astronauten der Sprössling "Monstronaut" entsprang, hat er noch nicht ganz verdaut. "Grüß die Mutter, das Luder", verabschiedete er das Plüschwesen in die nächste Runde.

Gut drauf waren auch die Ratefüchse. Drollig, wie Rea Garvey versucht, alle Klippen zu umschiffen, wenn es darum geht, die Gesangsleistungen der Kandidaten zu beurteilen. Er will sich nicht noch so einen Fauxpas wie in der letzten Staffel leisten, als er meinte, die Katze singe viel zu schlecht für die vermutete Vicky Leandros. Die es dann aber doch war. Rea ("Frau Leandros hat mir offiziell verziehen") wäre am liebsten im Erdboden versunken. Das hallt nach. Carolin Kebekus: "Er hat Angst, dass er wieder was aufs Maul kriegt."

Genialer Showopener: Der Dinosaurier ließ es mit "Dynamite" von den K-Pop-Königen BTS gleich richtig krachen. (Bild: ProSieben/Willi Weber)
Genialer Showopener: Der Dinosaurier ließ es mit "Dynamite" von den K-Pop-Königen BTS gleich richtig krachen. (Bild: ProSieben/Willi Weber)

Ist Franziska van Almsick das Einhorn?

Aber Garvey setzt sich trotzdem noch gern in die Nesseln. "Das Einhorn ist wunderschön", schwärmte Moschner. "Nein, ist es nicht", maulte Garvey ("Ich mag keine Einhörner."). Mit plüschig-putzig hat es der Ire nicht so. Auch das Küken findet er zu kitschig: "In jeder Staffel ist eins dabei, das ich nicht leiden kann." Aber er räumte auch gleich ein: "Nimm's mir nicht übel. Alle, die ich nicht leiden konnte, haben es weit geschafft."

So gesehen also gute Chancen für das Einhorn, das höchstwahrscheinlich keine Profisängerin ist. Garvey gab den mutigsten Tipps ab: "Franziska van Almsick." Auch das Küken hat Potenzial. Der Sprechgesang bei "Hollaback Girl" kam sehr cool rüber, aber auch hier wähnt Rea eher eine Hobbysängerin am Werk.

Der Coolste von allen ist das Quokka, das hat's faustdick hinterm Beutel. Als Szene-DJ legte es mit "Insomnia" (Faithless) einen grandiosen Auftritt hin. Ruth Moschner will einen bayerisch-österreicherischen Akzent gehört haben und warf mutig "Bergdoktor" Hans Sigl in den Raum.

"Meisterin der Tarnung" mit großer Stimme: Der Leopard sang "Goldeneye" von Tina Turner. (Bild: ProSieben/Willi Weber)
"Meisterin der Tarnung" mit großer Stimme: Der Leopard sang "Goldeneye" von Tina Turner. (Bild: ProSieben/Willi Weber)

Heißer Stier: Ruth ist vom Lendenschurz irritiert

Auch der freche Monstronaut und der auf Attacke gebürstete Stier (Ruth: "Ich bin irritiert vom Lendenschurz") werden eher als Nicht-Profisänger (Kebekus: "Kann Lukas Podolski singen?") eingestuft. Der schillernde Flamingo wirft dagegen gleich mehrere Fragen auf. Ist das bunte Federvieh eigentlich männlich oder weiblich? Und kann er/sie richtig singen? Ruth, die Promi-Stalkerin, tippte auf Bill Kaulitz. Denn: "Heidi Klum ist nach L.A. zurückgeflogen." Ihr Schwager Bill aber nicht ...

Dem Leoparden riet Rea: "Wenn du kein Profi bist, solltest du einer werden." Die Wildkatze begeisterte mit der James-Bond-Nummer "Goldeneye" (Tina Turner). Der mit Zahnbürste (als Mikro), Zahnspange und Strampler auf sehr jung getrimmte Dinosaurier (Carolin Kebekus: "Urmelhaftes Wesen im Schlafanzug.") spielt, so Ruth Moschner, allen etwas vor. "Das ist ein Schlitzohr", meinte sie und vermutete ausgeprägte " Stimmverstelleritis".

"Ich will ein richrtiger Singvogel werden." Der Start des Kükens mit "Hollaback Girl" (Gwen Stefani) war sehr erfolgreich. (Bild: ProSieben/Willi Weber)
"Ich will ein richrtiger Singvogel werden." Der Start des Kükens mit "Hollaback Girl" (Gwen Stefani) war sehr erfolgreich. (Bild: ProSieben/Willi Weber)

Ist "Traumschiff"-Kapitän Silbereisen die Schildkröte?

Letzter Auftritt, da war doch was! Das Skelett durfte in der letzten Staffel jedes Mal (!) die Show beschließen - und siegte. Gutes Omen für die Schildkröte? Die Maske an sich erkoren Caro und Ruth bereits zu ihrem Favoriten. Und stimmlich zog "Schildi Sparrow" (Opdenhövel) mit "In The Air Tonight" gleich mal alle Register. War wohl mit dem Leoparden der Auftritt des Abends. Ruth Moschner hält für möglich, dass ihn "Traumschiff"-Kapitän Florian Silbereisen hinlegte.

Wir werden sehen, an einem Dienstag in den nächsten sechs Wochen. Nur die Sau hat ausgequiekt. Es war halt für Katrin Müller-Hohenstein kein Glücksschweinchen.

Steckt im Flamingo-Kostüm Bill Kaulitz? Ruth Moschner hält es für möglich. (Bild: ProSieben/Willi Weber)
Steckt im Flamingo-Kostüm Bill Kaulitz? Ruth Moschner hält es für möglich. (Bild: ProSieben/Willi Weber)