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Schwankende Rohstoffpreise drücken Ölkonzern Shell überraschend ins Minus

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DEN HAAG (dpa-AFX) - Der britisch-niederländische Ölkonzern Shell <GB00B03MLX29> ist im dritten Quartal wegen der Turbulenzen an den Rohstoffmärkten überraschend in die roten Zahlen gerutscht. Unter dem Strich stand in den Monaten Juli bis September ein Verlust von 447 Millionen Dollar (385 Mio Euro) in den Büchern, wie das Unternehmen am Donnerstag in Den Haag mitteilte. Grund dafür war eine Abschreibung von 5,2 Milliarden Dollar auf die Bewertung von Terminkontrakten für Rohstoffe, die das Unternehmen zur Absicherung von Schwankungen an den Märkten abgeschlossen hatte.

Zudem belasteten im vergangenen Vierteljahresabschnitt die Folgen des Hurrikans Ida, der zu Ausfällen bei der Förderung führte. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn ging deshalb im Quartalsvergleich trotz höherer Ölpreise um rund ein Viertel auf 4,1 Milliarden Dollar zurück. Das kommt für Aktienanalysten überraschend - diese hatten mit einem Gewinn auf dem Niveau des zweiten Quartals gerechnet. Der Umsatz lag wie im zweiten Quartal bei knapp 62 Milliarden Dollar.

Da der Vorjahreswert noch stark von den Folgen der Corona-Krise und dem damit einhergehenden Ölpreisverfall belastet war, macht der Quartalsvergleich mehr Sinn. Inzwischen hat sich der Markt deutlich erholt und Öl kostet so viel wie seit Jahren nicht mehr.

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