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Schutzmaske vergessen? Netto testet innovativen Masken-Automaten

André Wagner
Freier Autor

Schnell noch mal einkaufen, aber die Schutzmaske vergessen? Die Discounterkette Netto testet für diesen Fall aktuell eine innovative Lösung.

Vor zwei Hamburger Filialen testet die Discounterkette Netto den "Maskomaten" (Bild: Getty Images)

Es ist eine Situation, mit der wir im Moment alle konfrontiert werden können. Wir fahren zum Supermarkt, finden einen Parkplatz und sogar Einkaufswagen sind noch ausreichend vorhanden und kurz bevor wir den Laden betreten, stellen wir fest, wir haben die Mundschutzmaske vergessen. Ohne dürfen wir seit einigen Wochen den Supermarkt nicht betreten - was also tun? Zurückfahren und die Maske holen? In der Nähe eine Apotheke suchen und hoffen, dass Schutzmasken vorrätig sind?

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Der Discounterkette Netto ist dieses Problem nicht unbekannt. Deswegen wartet sie nun mit einer innovativen Lösung auf.

Discounterkette Netto testet den “Maskomaten”

Wie das Portal “Moin.de” berichtet, testet der Discounter als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler vor zwei Hamburger Filialen aktuell den Prototyp eines Selbstbedienungs-Maskenautomaten.

Der "Maskomat" des Berliner Automatenherstellers Flavura ermöglicht die hygienische Ausgabe einzelner Einweg-Mund-Nase-Schutzmasken. Kunden, die ihren eigenen Mundschutz vergessen haben, soll damit die Möglichkeit gegeben werden, schnell und unproblematisch vor dem Einkauf eine Schutzmaske zu kaufen, ohne dafür vorher den Laden betreten zu müssen. Der Stückpreis der Masken liegt bei einem Euro.

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"Mit dem Maskomat möchten wir unsere Unterstützung zur Einhaltung der Maskenpflicht weiter ausbauen. Dieser innovative Service richtet sich insbesondere an Kunden, die keinen Mund-Nasen-Schutz dabeihaben", erklärt Christina Stylianou, Leiterin der Unternehmenskommunikation bei Netto Marken-Discount, die Testphase mit den Selbstbedienungsautomaten.

Bei Erfolg soll der “Maskomat” auch in anderen Städten aufgestellt werden

Sollte das Ergebnis des Hamburger Testlaufes erfolgreich sein, soll entschieden werden, ob die "Maskomaten" auch vor Netto-Filialen in anderen Städten aufgestellt werden.

"Mit unserem neu entwickelten Flavura Maskomat, einem Masken Automaten, unterstützen wir Hygiene-Konzepte sowie die Einhaltung von Hygienevorschriften und -schutzmaßnahmen“, sagt Kristian Klatt, der Geschäftsführer von Automatenhersteller Flavura.

Der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust zeigt sich vom "Maskomaten" begeistert. (Bild: Getty Images)

Ex-Bürgermeister von Beust zeigt sich begeistert

Auch der ehemalige Hamburger Bürgermeister Ole von Beust zeigt sich von der Idee des Maskenautomaten begeistert und unterstützt mit seiner Firma von Beust & Coll das Projekt.

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"Der Maskomat schließt durch die jederzeitige Verfügbarkeit einer Maske die Lücke zwischen Maskenpflicht beim Betreten von zum Beispiel Läden und der Flexibilität der Kunden, die nicht immer eine Maske bei sich führen. Eine gute Idee", so von Beust anlässlich der Vorstellung des Automaten bei Netto.

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