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Schumacher? Hülkenberg wird deutlich

Nico Hülkenberg hält in der Formel 1 die deutsche Flagge hoch. Der 36-Jährige vom Haas-Team ist der einzig verbliebene deutsche Stammfahrer in der Königsklasse.

Erst seit dieser Saison sitzt Hülkenberg überhaupt wieder dauerhaft in einem Formel-1-Cockpit. Zuvor war er zwischen 2020 und 2023 immer wieder als Ersatzfahrer eingesprungen, wenn ein Kollege kurzfristig ausgefallen war.

Bei diesen Einsätzen überzeugte der Deutsche so sehr, dass Haas in dieser Saison auf ihn als Stammfahrer setzt. Auch hier zeigt Hülkenberg gute Leistungen, wird aber zu seinem Ärger immer wieder vom eigenen Auto ausgebremst.

Bei Haas verdrängte Hülkenberg ausgerechnet Mick Schumacher, der dadurch in dieser Saison nur einen Job als Testfahrer bei Mercedes fand.

Hülkenberg: Dass ich Mick verdrängt habe, ist mir egal

Für Hülkenberg selbst ist dieser Umstand aber letztendlich egal, wie er im Gespräch mit dem Podcast Beyond the Grid verriet.

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„Mick ist Deutscher, aber er ist einer von 20. Auch wenn er Mexikaner oder was auch immer für eine Nationalität gewesen wäre, hätte das für mich keinen Unterschied gemacht, um ehrlich zu sein“, sagte er.

„Für mich ging es nur darum, dass ich das für mich und für meine Karriere wollte“, gibt Hülkenberg offen zu: „Und ich habe gewonnen. Wir alle kämpfen und arbeiten für unsere Karrieren, und wir alle kämpfen um dasselbe Stück Asphalt.“

Ihm sei aber durchaus bewusst gewesen, dass dieser Wechsel gerade in den Medien für ein große Echo sorgen könnte, auch weil das schwierige Verhältnis zwischen Mick Schumacher und Teamchef Günther Steiner über weite Teile der Formel-1-Saison 2022 groß in den Medien war und Steiner für viele Fans in Deutschland spätestens mit dem Ende von Schumachers Zeit bei Haas zum Buhmann wurde.

„Natürlich war mir das bewusst“, erklärte Hülkenberg, machte aber gleichzeitig deutlich, dass er selbst keine negativen Rückmeldungen aus Deutschland gespürt habe.

Formel 1: Hülkenberg letzter deutscher Pilot

Dass Hülkenberg von den deutschen Formel-1-Fans selbst nicht kritisiert wird, erscheint fast schon logisch, da er nach dem Aus von Schumacher und dem Karierende von Sebastian Vettel der einzige deutsche Pilot ist.

Als er 2010 in die Formel 1 kam, sah das noch ganz anders aus: Damals war der 36-Jährige einer von gleich sieben deutschen Piloten in der Königsklasse.

Eine Krise für Deutschland sieht Hülkenberg aber noch nicht: „Ich schätze, es kommt in Schüben. In manchen Zeiten hat man viele Fahrer und manchmal fällt es auch ab.“

Dieses Phänomen habe er in der Vergangenheit auch schon öfter bei anderen Nationen beobachtet.

In der kommenden Saison wird Hülkenberg weiter für Haas fahren. Einen weiteren deutschen Fahrer wird es dann in der Königsklasse sehr wahrscheinlich nicht geben.