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Schulze will vom Klimawandel besonders betroffene Länder unterstützen

BERLIN (dpa-AFX) - Entwicklungsministerin Svenja Schulze fordert Solidarität mit den Ländern, die besonders von den Auswirkungen der Klimakrise betroffen sind. "Die Klimakrise ist zutiefst ungerecht. Die Menschen in den ärmsten Ländern haben fast nichts beigetragen zum CO2-Ausstoß, aber sie tragen die größte Last des Klimawandels", sagte die SPD-Politikerin der "Rheinischen Post" (Montag). Der Ministerin zufolge sei es höchste Zeit, dass Industrieländer anerkennen, "dass es Klimaschäden gibt und gerade die verwundbarsten Länder unsere Solidarität brauchen, um damit umzugehen".

Diesem Problem will die Regierung nach Angaben der Ministerin mit konkreten Lösungen auf der nächsten Weltklimakonferenz in Ägypten begegnen. "Wir werden nun weiter gemeinsam mit den besonders verwundbaren Entwicklungsländern an der Ausgestaltung des Klimarisiko-Schutzschirms arbeiten", so Schulze. Dazu gehörten soziale Sicherungssysteme. Im Fall einer Dürre stehe das Geld dann schon bereit.

Viele arme Länder hätten nicht die technischen und finanziellen Möglichkeiten, sich an die veränderten Bedingungen kurzfristig anzupassen. Denn obwohl die meisten Menschen nicht den Klimawandel als ersten Beweggrund für ihre Flucht nennen würden, seien die Auswirkungen dennoch verheerend. "Der Klimawandel zerstört Lebensgrundlagen, mal schleichend, mal heftig. Darum ist er natürlich ein wichtiger Auslöser für Migration", erklärte Schulze.