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Schulinhaberin nach Einsturz von Gebäude bei Erdbeben zu Gefängnisstrafe verurteilt

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Bei dem Erdbeben wurden 19 Schüler getötet
Bei dem Erdbeben wurden 19 Schüler getötet

Drei Jahre nach dem Einsturz eines Schulgebäudes bei einem Erdbeben hat ein mexikanisches Gericht die Schul-Inhaberin wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Die Frau muss wegen ihrer Verantwortung für den Gebäude-Einsturz für 31 Jahre ins Gefängnis sowie umgerechnet rund 450.000 Euro Schadenersatz an die Opferfamilien zahlen, wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch aus Justizkreisen erfuhr. 

Durch den Einsturz des Schulgebäudes während des Erdbebens 2017 waren 19 Schüler und sieben Erwachsene ums Leben gekommen. Bei Untersuchungen nach dem Einsturz stellten Experten fest, dass die Inhaberin eine Wohnung über den Klassenräumen hatte, deren Gewicht mutmaßlich den Kollaps des Gebäudes beförderte. Nach einem Jahr auf der Flucht wurde sie festgenommen.

Opferangehörige zeigten sich erleichtert über das Urteil gegen die Frau. "Wir, die Anwälte und die Opfer, die wir vertreten, sind zufrieden", sagte der Angehörigen-Vertreter Fernando Castillo vor Journalisten. Die Staatsanwältin Mónica García Villegas twitterte: "Wir haben Gerechtigkeit für die Opfer erreicht!"

Insgesamt waren bei dem Erdbeben der Stärke 7,1 in der mexikanischen Hauptstadt vor drei Jahren 369 Menschen getötet worden. Aktivisten machten damals die verbreitete Korruption und Pfusch am Bau für den Einsturz vieler Gebäude verantwortlich.

isd