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Schottlands EM-Qualifikation: Christie weint virale Freudentränen

Moritz Piehler
·Freier Autor
·Lesedauer: 2 Min.

Die schottische Fußballnationalmannschaft hat sich nach 23 Jahren wieder für ein Turnier qualifiziert. Und Torschütze Ryan Christie ließ seinen Freudentränen freien Lauf.

Ungehemmte Freude: Schottland ist bei der EM dabei, nachdem Serbien im Elfmeterschießen besiegt wurde. (Bild: REUTERS/Marko Djurica)
Ungehemmte Freude: Schottland ist bei der EM dabei, nachdem Serbien im Elfmeterschießen besiegt wurde. (Bild: REUTERS/Marko Djurica)

In Zeiten, in denen die Corona-Pandemie das emotionale Erleben eines Fußballspiels im Stadion unmöglich macht, braucht es manchmal eine Erinnerung daran, was den Sport so besonders macht. Schottland traf im entscheidenden Qualifikationsspiel für die verschobene Europameisterschaft auf die Auswahl Serbiens. Schon im Halbfinale hatten sich die Schotten nur durch ein Elfmeterschießen gegen Israel durchsetzen können, doch gegen die mit Stars besetzten Serben sahen sie lange wie der Sieger aus.

Mittelfeldspieler Ryan Christie von Celtic Glasgow hatte sein Team in der 52. Minute mit links in Front geschossen, die Mannschaft von Trainer Steve Clarke versäumte es aber, den Deckel drauf zu machen und musste so bis zum Ende zittern. Und tatsächlich schlug der Ex-Frankfurter Luka Jovic spät zu und erzwang eine Verlängerung, die torlos endete. Also kam es zur Elfmeter-Lotterie um die Teilnahme bei der EM im kommenden Sommer. Nur der serbische Torjäger Alexsandar Mitkovic scheiterte schließlich vom Elfmeterpunkt an Keeper David Marshall . Das hochemotionale Drama endete mit 5:4 für Schottland und deren erster Turnierteilnahme seit der Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich.

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Emotionale Achterbahn

Durch was für eine emotionale Achterbahn die Schotten an diesem Abend im strömenden Regen von Belgrad gingen, ließ sich an dem Interview von Torschütze Christie ablesen. Das Video seines Post-Game Interviews haben sich bereits jetzt mehr als eine Million Zuschauer angeschaut. Christie kämpft erfolglos gegen seine Tränen an. Er scheint erst in dem Moment zu begreifen, was die Qualifikation für die Schotten bedeutet. “Das hier ist für die ganze Nation,” sagt der 23-Jährige.

Der emotionale Profi fasste in seinem Interview zusammen, was viele schottische Fans in dem Moment des Triumphs gedacht haben werden: “Es war ein furchtbares Jahr für uns alle. Wir hoffen, dass wir ein kleines bisschen ans Land zurück geben konnten und alle zuhause heute feiern.” Bei der EM warten auf die Schotten die Gegner aus Kroatien, Tschechien und als besonderes Schmankerl die Erzrivalen aus England.

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