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Schottische Filmlegende Sean Connery ist tot

·Lesedauer: 3 Min.
James Connery 2008 in Edinburgh
James Connery 2008 in Edinburgh

Trauer um den beliebtesten Geheimagenten ihrer Majestät: Der als James-Bond-Darsteller weltberühmt gewordene schottische Schauspieler Sean Connery ist tot. Er starb in der Nacht zum Samstag im Alter von 90 Jahren, wie sein Sohn Jason der britischen Rundfunkanstalt BBC mitteilte. Sein Vater sei auf den Bahamas friedlich im Schlaf gestorben. Er habe sich "seit einiger Zeit unwohl gefühlt".

Zwar machte ihn Bond mit seinem Spruch "Geschüttelt, nicht gerührt" zum Lieblings-Leinwandhelden einer ganzen Generation, doch Connery ruhte sich nicht auf seinem Mega-Erfolg als 007 aus. Er gewann im Laufe seiner jahrzehntelangen Karriere viele Preise, darunter den Oscar und drei Golden Globes. Erste Trauerbekundungen kamen von den James-Bond-Produzenten Michael G. Wilson und Barbara Broccoli sowie dem ehemaligen schottischen Regierungschef Alex Salmond, der ihn als "größten Schotten der Welt" ehrte.

Connerys Sohn Jason nannte den Tod seines Vaters "einen traurigen Verlust für alle Menschen auf der ganzen Welt", die sich an der Schauspielkunst des Schotten erfreuten. Die Familie arbeite noch daran, den Tod Connerys zu "verstehen".

"Er war und wird immer als der ursprüngliche James Bond in Erinnerung bleiben", erklärten die Produzenten der berühmten Geheimagenten-Filmreihe, Wilson und Broccoli. "Er revolutionierte die Welt mit seiner mutigen und geistreichen Darstellung des sexy und charismatischen Geheimagenten." Connery sei "zweifellos weitgehend für den Erfolg der Filmreihe verantwortlich war, und wir werden ihm ewig dankbar sein".

Connery wurde am 25. August 1930 als Sohn eines Fernfahrers und einer Putzfrau in Fountainbridge, einer Arbeitervorstadt von Edinburgh, geboren. Früh ging er von der Schule ab, schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch und kam über Umwege zum Schauspiel. 

Nach ein paar Filmen gelang ihm der Durchbruch, als Talentsucher ihm die Rolle als Ian Flemings Geheimagent 007 in "James Bond jagt Dr. No" verschafften. Dem Film von 1962 folgten bis 1971 fünf weitere 007-Abenteuer mit Connery, darunter "Goldfinger" von 1965, einer der größten kommerziellen Erfolge der Filmgeschichte. 

Als Connery mit Roger Moore schon seinen zweiten 007-Nachfolger hatte, ließ er sich noch einmal zu einem Bond-Film überreden: In "Sag niemals nie" trat er 1983 selbstironisch als alternder Agent auf. Bis heute halten viele Connery für den besten Bond-Darsteller aller Zeiten.

Doch auch abseits der James-Bond-Filme brillierte der Schotte: So bekam Connery für seine Rolle in dem Gangster-Thriller "Die Unbestechlichen" 1988 den Oscar als bester Nebendarsteller. Auch mit Abenteuerfilmen wie "Highlander" und "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" und anderen spannungsreichen Filme wie "Jagd auf Roter Oktober", "Das Russland-Haus" und "The Rock - Fels der Entscheidung" begeisterte Connery seine Fans. 2006 beendete er seine Schauspielkarriere. 

Abseits der Leinwand war Connery ein stolzer Schotte. Er unterstützte die Scottish National Party (SNP) finanziell, die sich für die Unabhängigkeit Schottlands vom Vereinigten Königreich einsetzt. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon lobte Connery als "eine globale Legende, aber vor allem als einen patriotischen und stolzen Schotten". 

Trotz seiner Schottland-Leidenschaft lebte Connery mit seiner zweiten Ehefrau, der französischen Malerin Micheline Roquebrune, in den vergangenen Jahren im Steuerparadies Bahamas, in Spanien und New York. Das brachte ihm viel Kritik ein. Connery aber wollte nach eigenen Angaben erst nach Schottland zurückkehren, wenn es unabhängig ist.

mkü/jes