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Schocksieg der Linken in Frankreich: So sehen Analysten die Lage

(Bloomberg) -- Nach dem Schocksieg der Linken in Frankreich gehen Analysten daran, die Implikationen des Wahlergebnisses abzuwägen. Der Risikoaufschlag, den Anleger bei Staatsanleihen aus Paris gegenüber deutschen Bunds fordern, dürfte sich zumindest erst einmal ausweiten. Einige Beobachter gehen jedoch davon aus, dass sich die Märkte letztlich mit dem Szenario einer fehlenden Mehrheit in der Nationalversammlung arrangieren könnten.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

  • Frankreich steht nach Linken-Wahlsieg vor politischem Stillstand

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Im Folgenden verschiedene Stimmen von Marktbeobachtern zum Thema:

Krishna Guha, Stratege bei Evercore ISI

“Die Unterstützung für die Linke/extreme Linke und die Forderung des linksradikalen Parteivorsitzenden Melenchon, die gesamte Agenda der linksradikalen NFP durchzusetzen, wird einige Anleger verunsichern. Wir sehen das Ergebnis jedoch als weitgehend marktfreundlich an, da die Risiken im Zusammenhang mit der RN vorerst verschwunden sind und die linke/linksextreme NFP weit hinter einer Mehrheit zurückbleibt und im Grunde keine Aussicht hat, ihre vereinbarte Bündnisagenda durchzusetzen.”

Emmanuel Cau, Leiter der europäischen Aktienstrategie bei Barclays

“Die Wahlergebnisse bringen mehr Fragen als Antworten. Ein Parlament ohne Mehrheit wurde zwar weithin erwartet. Anhaltende Unsicherheit und politischer Stillstand dürfte an den Märkten jedoch für Bedenken sorgen, ebenso wie eine lockerere Finanzpolitik angesichts der höheren Ergebnisse der Linken. Macrons Partei hat indessen besser abgeschnitten als in den Umfragen erwartet. Kann er eine breite Koalition bilden, sollte dies von den Märkten positiv gesehen werden. Noch ist der Ausgang völlig offen.”

James Rossiter, Leiter der Global Macro Strategy bei TD Securities

“Ein linkgerichtetes Parlament ohne Mehrheit dürfte den Spread zwischen OAT und Bund bei der Eröffnung auf über 80 Basispunkte ansteigen lassen. Letztlich könnte er sich bei einer Regierung in der Schwebe aber wieder um die 70 Basispunkte einpendeln.” Indessen dürften “die Risiken einer steigenden Verschuldung dem Euro in den kommenden Monaten keinen Gefallen tun.”

Vincent Juvyns, Marktstratege bei JPMorgan Asset Management

“Die Europäische Kommission und die Rating-Agenturen erwarten Kürzungen in Höhe von 20 bis 30 Milliarden Euro, doch die Regierung wird es mit einer Partei zu tun haben, die die Ausgaben um 120 Milliarden erhöhen will. An den Märkten könnte dies in den kommenden Wochen zu Spannungen führen. Die Märkte könnten einen höheren Spread verlangen, solange die neue Regierung ihre Haushaltsposition nicht geklärt hat.”

Stephane Deo, Portfoliomanager bei Eleva Capital

“Praktisch alle Meinungsforscher gaben diesem Ergebnis eine Wahrscheinlichkeit von null. Niemand hat erwartet, dass die NFP so stark sein würde. Mit einem Drittel der Sitze wird es für die meisten ihrer Vorschläge jedoch extrem schwierig, wenn nicht gar unmöglich sein, sie durchzusetzen. Obgleich die Märkte zunächst von diesen Ergebnissen beunruhigt sind, denke ich, dass ihnen das Szenario eines Parlaments ohne Mehrheit gefallen könnte.”

Diego Fernandez, Chief Investment Officer bei A&G Banco

“Wie vom Markt letzte Woche eingepreist, verschwindet das Risiko einer Mehrheit für Le Pen. Nun beginnt eine Zeit der Ungewissheit. Die Schwierigkeiten der Linken, trotz des Wahlsiegs einen Premierminister zu stellen, bedeuten jedoch, dass nicht hilfreiche populistische Maßnahmen nicht durchkommen werden. Gut für Europa.”

Überschrift des Artikels im Original:Investors May Warm to French Result After Nervy Initial Reaction

--Mit Hilfe von Albertina Torsoli, Macarena Munoz Montijano, Michael Msika und Joanna Ossinger.

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