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Foto vom Rücken einer Friseurin geht viral: So macht die Arbeit ihren Körper kaputt

Den Kunden ist oft nicht klar, wie anstrengend der Job als Friseurin sein kann. (Symbolbild: ddp)

Wer an Jobs denkt, die schlecht für die Gesundheit sind, dem kommt wahrscheinlich der Kohlearbeiter oder der Boxer in den Sinn – ganz bestimmt aber nicht der Friseur. Ein Facebook-Foto dürfte diese Einstellung nun ändern!

Hitesh Patel – eine Massagetherapeutin aus Leicester in Großbritannien – postete kürzlich ein Foto auf Facebook, das den Rücken einer Patientin von ihr zeigt. Auf den ersten Blick sieht es aus, als sei sie ausgepeitscht worden. Bei den dicken roten Striemen handelt es sich allerdings um die Nebenwirkungen einer Gua Sha-Massage. Dadurch wird offensichtlich, welche Muskeln bei der Arbeit der Friseurin so beansprucht werden, dass hartnäckige Verspannungen enstehen – und das sind quasi alle!

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„Friseure sind stundenlang auf den Beinen und beugen sich nach vorne, während sie die Bürste in der einen und den Föhn in der anderen Hand halten“, schreibt Patel. „Die Muskeln entwickeln sich entsprechend und halten den Stütz- und Bewegungsapparat in einer unnatürlichen Position. Wenn Friseure nach einem langen Arbeitstag also versuchen, sich in einer normalen und natürlichen Position zu setzen, funktioniert es nicht mehr.“

Um ihren Patienten zu helfen, setzt Patel auf Gua Sha, eine traditionelle ostasiatische Heilmethode, bei der die Muskeln gedehnt und gestreckt werden, um die Wirbelsäule wieder gerade auszurichten. „Nächstes Mal, wenn ihr euren Friseur seht und denkt, er hätte ein leichtes Leben, denkt an dieses Bild und daran, wie sehr er sich aufopfert, damit ihr gut ausseht!“, so Patel.

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Mit solchen Verspannungen müssen sich übrigens nicht nur Friseure herumschlagen: „Man sieht sie sehr häufig bei allen Berufsgruppen, die mit Maschinen oder Equipment arbeiten – wie beispielsweise auch Zahnärzte“, so der Osteopath Michael Mulholland zum Online-Portal „Mamamia“. „Die Belastung durch die Körperhaltung schafft ein Ungleichgewicht der Muskeln. Das Ergebnis sind Verspannungen, die oft zu Beschwerden führen, sehr schmerzhaft sein und unbehandelt sogar die Mobilität einschränken können.“

(Anm. d. Red.: In einer älteren Fassung des Artikels wurde geschrieben, dass die roten Striemen Nebenwirkungen bzw. Verletzungen sind, die aus der Arbeit eines Friseurs resultieren. Dies ist falsch. Die Striemen entstehen durch das Strecken und Dehnen der Muskeln durch die Therapeutin.)