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Schluss mit PCR-Tests für alle: Für die meisten Menschen sind Corona-Schnelltests künftig entscheidend

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Ein Mann aus Großbritannien lässt einen PCR-Test auf das Coronavirus durchführen.
Ein Mann aus Großbritannien lässt einen PCR-Test auf das Coronavirus durchführen.

Einen PCR-Test zur Kontrolle einer möglichen Corona-Infektion wird künftig nicht mehr jeder Deutsche bekommen. Auf dem Corona-Gipfel von Bund und Länder am Montag wurde eine entsprechende neue Corona-Test-Strategie beschlossen. Grund ist, dass nach Ansicht von Bund und Länder eine „weiter steigende Zahl der Neuinfektionen zu Engpässen bei den verfügbaren PCR-Tests“ führen wird.

Im Kern werden PCR-Tests künftig priorisiert. Wir erklären euch, wie die neue Corona-Test-Regel funktioniert.

Wer kriegt künftig noch einen PCR-Test?

Vorrang haben ab jetzt vulnerable Gruppen und Beschäftigte, die diese betreuen und behandeln, also das Personal in Krankenhäusern, in Praxen, in der Pflege und Personen mit dem Risiko schwerer Krankheitsverläufe. Außerdem will man auch ältere Menschen weiterhin mit diesen Tests überprüfen, da sie zu den Hochrisikopatienten gehören, bei denen man frühzeitig eine Behandlung mit Corona-Medikamenten beginnen müsste, um einen schlimmen Verlauf zu verhindern. Sie alle haben weiterhin ein Recht auf einen der hochwertigeren und genaueren PCR-Tests, wenn ein Verdacht auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus besteht.

Wer kriegt keinen PCR-Test mehr?

Für alle anderen gilt: Egal ob ein Antigentest positiv ausfällt, Kontakt zu Infiziertem bestand oder die Corona-Warnapp rot blinkt: Es gibt keinen PCR-Test mehr. In einer älteren Version des Arbeitsdokuments der Ministerpräsidenten heißt es: „Die notwendige Nachtestung soll im Falle eines Engpasses an PCR-Testkapazitäten stattdessen mit einem zweiten überwachten qualitativ hochwertigen Antigentest erfolgen.“ Dieser soll im besten Fall von einem anderen Hersteller sein. Allerdings verlagert sich damit die Verantwortung komplett auf die Bürger. Die wenigstens wissen überhaupt, welche Schnelltests in den zahlreichen Teststationen verwendet werden, noch schwieriger ist es, herauszufinden, ob die verwendeten Tests „qualitativ hochwertig“ sind, wie es die Länderchefs vorschreiben.

Wie bekomme ich den Genesenenstatus, wenn ich künftig keinen PCR-Test mehr machen kann?

Fällt auch der zweite Schnelltest positiv aus, hätte man Anrecht auf den Genesenenstatus. Doch wie wird dieser bescheinigt, wenn es künftig keinen offiziellen PCR-Test? Dazu muss Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erst noch einen Vorschlag vorlegen. Auch die nationale Teststrategie sowie die Coronavirus-Testverordnung müssten dementsprechend noch geändert werden anzupassen.

cri

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