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„Das Schlimmste, was es gibt“: Geigers bitterer Rückblick

·Lesedauer: 3 Min.
„Das Schlimmste, was es gibt“: Geigers bitterer Rückblick
„Das Schlimmste, was es gibt“: Geigers bitterer Rückblick
„Das Schlimmste, was es gibt“: Geigers bitterer Rückblick

In der Saison 2017/18 begann das Abenteuer Profifußball für Dennis Geiger.

Der damalige Trainer der TSG Hoffenheim, Julian Nagelsmann, setzte auf den talentierten Nachwuchsspieler aus der eigenen Jugend. So feierte Geiger innerhalb weniger Tage sein Bundesliga-Debüt und durfte über die volle Spielzeit in der Qualifikation zur Champions League gegen den FC Liverpool ran.

Dem seinerzeit 19 Jahre alten Mittelfeldspieler wurde aufgrund seiner ansehnlichen Leistungen prompt eine große Zukunft bescheinigt. Doch nach einer Verletzung am Oberschenkel ist die erste Profi-Saison für Geiger schon im März 2018 beendet (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Bundesliga).

Seitdem plagt sich der Hoffenheim-Profi immer wieder mit verletzungsbedingten Rückschlägen herum. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Geiger: „Habe schon ziemlich viel ausprobiert“

„Ich habe schon ziemlich viel ausprobiert in jungen Jahren“, berichtete Geiger im Gespräch mit SPORT1 über seine Versuche, Verletzungen auf ein Minimum zu reduzieren. „Leider hat es mich ziemlich oft getroffen die letzten drei Jahre. Aber so ist es halt im Fußball und ich glaube, es bringt auch nichts groß darüber nachzudenken.“

Auch die vergangene Saison endete für den mittlerweile 23-Jährigen wieder einmal vorzeitig und abrupt. Im Dezember des letzten Jahres zog er sich eine Muskelsehnenverletzung im Oberschenkel zu. Im Februar 2021 musste Geiger deshalb sogar operiert werden.

„Es war eine schlechte Saison für mich, sehr sehr bitter“, sagte Geiger über seine Zwangspause. Noch im Dezember 2020 hatte Geiger erklärt, er fühle sich “topfit”.

Der zentrale Mittelfeldmann verpasste nicht nur mehr als die Hälfte der Bundesliga-Saison. Bei der deutschen U21-Nationalmannschaft war er fest als Führungsspieler für die EM im Sommer eingeplant und auch eine Olympia-Teilnahme in Tokio hätte ihm gewunken.

Geiger verpasst U21-EM und Olympia

Mitgefiebert hat Geiger bei der U21-EM, die mit dem deutschen Titel endete, trotzdem. „Vor allem, weil ich die Jungs auch schon alle ziemlich lange kenne“, erklärte Geiger.

Und weiter: „Natürlich wäre ich am liebsten selber dabei gewesen. Und es ist dann immer bitter, wenn du ein Turnier oder Spiel vom Stadion oder von zu Hause verfolgen musst und nicht auf dem Platz stehen kannst.“

Trotz seiner Freude über den EM-Triumph der Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz, bezeichnete der zum Zuschauen verdammte Geiger diese Situation als „das Schlimmste, was es gibt“.

„Aber jetzt schauen wir in die Zukunft und ich schaue, dass es besser wird“, sagt der Hoffenheim-Spieler über die bevorstehende Saison. Zu starkem Druck bei der Rückkehr auf den Platz wolle er sich zwar nicht aussetzen - angesichts der langen Ausfallzeit fühle er sich dennoch „ziemlich frisch, ziemlich fit schon für den aktuellen Stand jetzt“.

Geigers großer Wunsch für die Zukunft

Die Gesundheit steht für Geiger, der in vier Spielzeiten 55 Mal in der Bundesliga auflief, klar an oberster Stelle.

Das wird auch im SPORT1-Interview deutlich: „Ich möchte einfach spielen, auf dem Platz stehen und gesund sein. Mehr gibt es in meiner Situation nicht, was man sich wünschen kann oder fordern kann.“ Deshalb habe er sich auch keine konkreten Ziele für die neue Saison mit Hoffenheim gesetzt.

Zugute kommt Geiger bei seinen Comeback-Plänen auch Trainer Sebastian Hoeneß. Der 39-Jährige sei ein „sehr offener und kommunikativer Trainer, der sehr viel mit den Spielern redet und sehr viel auf sie eingeht“. Dabei vergesse er ebenfalls die verletzten Spieler nicht.

Geiger selbst kann indes nur hoffen, dass er in Zukunft von Verletzungen, besonders am Oberschenkel, befreit bleibt. Das Testspiel der TSG gegen Greuther Fürth am vergangenen Wochenende überstand der 23-Jährige zumindest schon mal unbeschadet.

Dass der Rechtsfuß viel Potenzial besitzt, zeigte er bereits in seinen ersten Bundesliga-Auftritten. Mit regelmäßiger Spielpraxis sollte der Hoffenheimer auch den nächsten Entwicklungsschritt gehen können.


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