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Schlechte Nachrichten für China: Impfstoff Coronavac taugt laut Studie nicht als Booster gegen Omikron

·Lesedauer: 2 Min.
Arbeiter entladen Dosen des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac am Yangon International Airport in Myanmar.
Arbeiter entladen Dosen des Corona-Impfstoffs des chinesischen Herstellers Sinovac am Yangon International Airport in Myanmar.

Der chinesische Corona-Impfstoff Coronavac zeigt auch nach drei verabreichten Dosen keine ausreichende Wirkung gegen die Omikron-Variante des Coronavirus. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of Hongkong in einer aktuellen Studie.

Laut einer am Donnerstag von der Universität veröffentlichten Pressemitteilung sorgte eine Booster-Impfung mit dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac bei Personen, die bereits zweimal mit Coronavac geimpft wurden, nicht für ein ausreichendes Level an Antikörpern. Die Forscher bezeichneten das Antikörper-Level nach drei Coronavac-Impfungen mit Blick auf Omikron als "sehr schlecht".

Bei zweifach mit Coronavac-Geimpften, die einen Booster mit Biontechs Impfstoff Comirnaty bekamen, sei der Impfschutz gegen Omikron jedoch sehr gut, heißt es in der Pressemitteilung. "Personen, die zwei Dosen von Comirnaty oder Coronavac erhalten haben, sollten eine dritte Dose Comirnaty rund sechs Monate nach ihrer zweiten Impfung erhalten, um den optimalen Schutz gegen Omikron zu haben", wird die an der Studie beteiligte Professorin Malik Peiris zitiert.

Charité-Virologe Drosten: "Meine größte Sorge ist derzeit China"

Für China und viele Entwicklungsländer sind die Ergebnisse der Studie aus Hongkong eine dramatisch schlechte Nachricht. 2,3 Milliarden Coronavac-Dosen wurden bis dato produziert und verschifft; ein Großteil wurde in China selbst verimpft. Sollte der Impfstoff nicht gegen die Omikron-Variante wirken, droht in vielen Ländern ein dramatischer Anstieg der Fallzahlen.

Schon jetzt reagiert China mit drastischen Maßnahmen, um eine neue Corona-Welle zu verhindern. Nach knapp 70 Corona-Infektionen wurde die 13-Millionen Stadt Xi'An abgeriegelt und in einen Lockdown geschickt – alle Bürger müssen zu Hause bleiben. Doch sollte sich das hoch ansteckende Omikron in China durchsetzen, könnte trotz solcher drakonischen Maßnahmen eine neue Welle drohen.

Das befürchtet auch der Charité-Virologe Christian Drosten. Er sagte am Donnerstag der "Süddeutschen Zeitung": "Meine größte Sorge ist ohnehin derzeit China. Natürlich kommt Omikron auch dorthin. Und der Impfstoff, der dort verwendet wurde, hat eine schlechte Wirksamkeit gegen diese Variante. Das ist eine echte Gefahr, auch für die Weltwirtschaft."

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