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Schlechte Haselnuss-Ernte: Nutella-Knappheit droht

Nutella bald nur noch am Sonntag auf dem Frühstücksbrötchen? (Bild: dpa)

Möglicherweise müssen Nutella-Fans bald um ihr Frühstück bangen: Der Brotaufstrich könnte bald knapp werden, weil die Haselnuss-Ernte in der Haupt-Anbau-Nation Türkei in diesem Jahr ungewöhnlich schlecht ausfiel. Die Preise für die Hülsenfrucht sind bereits deutlich angestiegen. Auch in Kalifornien herrscht derzeit eine Nuss-Flaute.

Eine einzige Nacht im März könnte in der türkischen Schwarzmeer-Region eine Haselnuss-Krise nach sich ziehen. Die Temperaturen sanken unter null Grad Celsius, Hagelschauer zerstörten die Früchte an einem großen Teil der Haselnuss-Sträucher. Doch die Türkei ist die größte Anbau-Nation weltweit: 70 Prozent der Haselnuss-Ernte werden hier angebaut.

Ursprünglich wurde für dieses Jahr eine Ernte von 800.000 Tonnen Haselnüsse erwartet, doch türkische Bauern meldeten nun einen Gesamtertrag von 517.000 Tonnen.

Die Folge ist ein Preisanstieg: Kostete die Tonne Haselnüsse Anfang März noch 6.500 Türkische Lira (2.247 Euro), waren es Ende Mai bereits 10.250 Türkische Lira (3.543 Euro). Das teilte Michael Stevens von Freeworld Trading, einem Rohstoffhändler aus Edinburgh in Großbritannien , auf Anfrage Yahoo Finance (UK) mit.

Stevens befürchtet, dass viele Händler die Verträge mit globalen Einkäufern nicht einhalten können.
Ohne Nüsse kein Nutella – immerhin enthält der Brotaufstrich 13 Prozent davon.
So dürfte zumindest auch der Preis des Ferrero-Brotaufstrichs Nutella steigen.