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Schlüsselproblem gelöst: Deutschland kann jeden schlagen

·Lesedauer: 4 Min.
Schlüsselproblem gelöst: Deutschland kann jeden schlagen
Schlüsselproblem gelöst: Deutschland kann jeden schlagen

Im Lager der deutschen Handballer ist man sich einig: Ab jetzt ist bei den Olympischen Spielen alles möglich. (Olympia 2021: Alle Entscheidungen im SPORT1-Liveticker)

Die Auftritte in der Vorrunde haben gezeigt, dass das Team von Alfred Gislason auch mit Schwergewichten wie Spanien oder Frankreich (jeweils Niederlage mit einem Tor Unterschied) mithalten kann - davon war man bei der WM Anfang des Jahres noch weit entfernt.

Damals waren die Umstände angesichts zahlreicher prominenter Absagen um ein Vielfaches schlechter, weshalb das Aus in der Hauptrunde leichter verkraftet werden konnte.

Sieg gegen Ägypten bei Olympia-Generalprobe

Doch bevor die DHB-Auswahl nach Edelmetall greift, geht es am Dienstag zunächst im Viertelfinale gegen Ägypten (13.45 Uhr im LIVETICKER). Das afrikanische Top-Team hat mit dem Viertelfinaleinzug bei der WM im eigenen Land (dramatisches Aus im Siebenmeterwerfen gegen Dänemark) bewiesen, dass es in der Weltspitze mithalten kann. In der Gruppenphase von Tokio bezwangen die Ägypter dann sogar Vize-Weltmeister Schweden.

Die Olympia-Generalprobe entschied Deutschland mit 29:27 für sich, doch überbewerten darf man den damals souveränen Auftritt nicht. “Die schlägt man nicht im Vorbeigehen, das ist eine sehr starke Mannschaft, vor der wir großen Respekt haben”, warnt DHB-Sportvorstand Axel Kromer.

Gegen die Nordafrikaner wird es vor allem wieder auf die Defensive ankommen, die im Vergleich zur WM trotz des Fehlens von Patrick Wiencek wieder das Prunkstück des deutschen Spiels darstellt. (Spielplan und Ergebnisse der Handball-WM 2021)

Pekeler, Golla und Lemke harmonieren in der Abwehr

“Die Kombination aus guter Abwehr, vor allem im Innenblock mit Pekeler und Golla, unterstützt von Finn Lemke und den Torleuten, funktioniert sehr gut”, betont Ex-Nationalspieler Christian Schwarzer bei SPORT1.

“Im Abwehr-Innenblock konnte man vorher nicht so ganz sicher sein: Es fehlt ja Patrick Wiencek, mit dem sich Pekeler blind versteht und es war ja nicht so viel Zeit, eine andere Variante einzuspielen. Aber Golla macht das zusammen mit Pekeler und unterstützt von Lemke super. Es heißt ja nicht umsonst: Offense wins Games, Defense wins Championships. Wenn das weiter so gut klappt, wird es für jeden Gegner schwer”, ergänzt der Weltmeister von 2007.

Auch das Duo eine Position weiter hinten überzeugte in der Vorrunde mit starken Leistungen. “Die Torwartleistungen von Jogi Bitter und Andi Wolff sind nochmal deutlich stabiler geworden, etwa im Vergleich zur WM”, unterstreicht Schwarzer.

Schwarzer lobt Youngster Knorr

Darüber hinaus ist das deutsche Team nur schwer auszurechnen. “Die Mannschaft ist ausgeglichen, bei Norwegen hat man die halbe Miete geschafft, wenn man Sander Sagosen rausnimmt, bei uns ist das nicht so einfach”, erklärt der 51-Jährige und fügt hinzu: “Da kannst du nicht einfach sagen: Ich nehme mal Weber raus. Oder Drux. Oder Kühn. Oder Weinhold, der ein super Turnier spielt. Es kommt immer wer anders, gegen Brasilien zum Beispiel auch Häfner. Diese Ausgeglichenheit ist unsere Stärke.”

Und da wäre noch ein gewisser Juri Knorr, eines der größten Spielmacher-Talente, das Deutschland jemals hatte. Bei der WM brachte er noch nicht viel auf die Reihe, doch in Japan deutet der künftige Profi der Rhein-Neckar Löwen sein großes Potential an.

“Der junge Juri Knorr hat da auch einen super Job gemacht mit seinen einfachen Schlagwürfen”, lobt Schwarzer den 21-Jährigen, der das deutsche Angriffsspiel bisweilen schon hervorragend lenkt und da ist, wenn Philipp Weber eine Pause braucht.

Frankreich wartet im Halbfinale

Schwarzer hält nun auch den großen Coup für möglich, da die Karten nach der Vorrunde neu gemischt werden - zumal kein Team in Tokio mehr ungeschlagen ist.

“Im Endeffekt ist noch nichts passiert. Ich bleibe dabei: Man kann gegen jede Mannschaft gewinnen und gegen jede verlieren. Das Minimalziel ist erreicht und sie haben gezeigt, dass sie Frankreich und Spanien schlagen können, es fehlten die Nuancen, die auf dem Niveau entscheidend sind”, sagt der frühere Kreisläufer.

Selbst Weltmeister Dänemark, auf das Deutschland erst im Finale treffen könnte, sei zu schlagen, glaubt Schwarzer: “Wir müssen uns vor keinem verstecken.”

Auch nicht vor den Franzosen, die nach ihrem 42:28 gegen Bahrain im Halbfinale auf den Sieger des Duells zwischen dem DHB-Team und Ägypten warten.

Alles zu den Olympischen Spielen 2021 bei SPORT1:


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