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Schaulustige strömen zum Vulkan Fagradalsfjall auf Island

Auf Island bedrohen die schädlichen Gase des ausgebrochenen Vulkans ein nahe gelegenes Dorf und sie könnten sich bis in die Hauptstadt Reykjavik ausbreiten. Das teilte das isländische Wetteramt (IMO) mit.

Das Wetteramt erwartete eine besonders starke Gasverschmutzung in Vogar, einem Dorf mit etwa 1.000 Einwohnern fünf Kilometer nordöstlich von Fagradalsfjall, dem unbewohnten Tal, in dem sich der Vulkan befindet.

Die Schwefeldioxidkonzentration könnte bis zu 2.600 Mikrogramm pro Kubikmeter erreichen, ein Wert, der nach Angaben der isländischen Umweltbehörde als "ungesund für empfindliche Personen" gilt.

Allerdings sind die Berechnungen unsicher, weil der Vulkan unregelmäßig ausbricht.

Die Warnung erfolgte, nachdem Messungen gezeigt hatten, dass sich die Aktivität an der Vulkanspalte, die seit Mittwoch vergangener Woche glühende Lava ausspuckt, halbiert hatte und die Länge des Risses von ursprünglich 360 Metern auf etwa 130 Meter geschrumpft war.

"Dies ähnelt sehr dem, was normalerweise bei Eruptionen auf Island beobachtet wird - die Eruption ist zu Beginn stark und klingt dann ab", so das Institut für Erdwissenschaften in einer Erklärung.

Das Lavafeld des Ausbruchs bedeckte nach einigen Tagen eine Fläche von 144.000 Quadratmetern.

"Der Lavastrom ist in der Mitte der Spalte am stärksten und es gibt Anzeichen dafür, dass er sich nach Norden ausbreiten könnte", warnten die Behörden.

Immer mehr Besucherinnen und Besucher strömten in die Gegend von Fagradalsfjall, um den Lavastrom zu bestaunen. Der letzte Parkplatz liegt aber sehr weit vom Ausbruchsort entfernt.