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Schäuble rechnet 2014 nicht mit Finanztransaktionsteuer

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) will im Haushalt 2014 vorerst noch keine Einnahmen aus der europäischen Finanztransaktionsteuer einplanen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Informationen aus dem Finanzministerium. Bislang waren für das kommende Jahr noch zwei Milliarden Euro an Erträgen aus der Steuer vorgesehen gewesen. Die Finanztransaktionsteuer soll auf Bank- und Börsengeschäfte erhoben werden.

Nach dem bisherigen Zeitplan der EU-Kommission soll die Finanztransaktionsteuer Anfang 2014 in den beteiligten EU-Staaten eingeführt werden. Daran gibt es aber offenbar im Bundesfinanzministerium Zweifel. Es gebe momentan keine ausreichende rechtliche Basis, um die Steuer in den Eckpunkten zum Haushalt 2014 zu berücksichtigen, hieß es laut "Handelsblatt". Gegen die Steuer gibt es auch weiterhin Vorbehalte in der FDP.

Die Eckpunkte zum Haushalt 2014 sollen am 20. März vom Kabinett beschlossen werden. Die schwarz-gelbe Koalition will einen strukturell ausgeglichenen Haushalt vorlegen, wozu nach bisherigen Berechnungen zusätzliche Einsparungen von vier Milliarden Euro erforderlich sind. In dieser Zahl ist laut "Handelsblatt" der Verzicht auf ein Einrechnen der Finanztransaktionsteuer allerdings schon enthalten.