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Von Sanktionen bis zu Bitcoin-Spenden: So spielt Krypto eine wichtige Rolle im Ukraine-Krieg

Inmitten des Krieges in der Ukraine setzt die Welt auf eine ungewöhnliche Waffe: Kryptowährungen – ganz im Sinne des digitalen Zeitalters. Demnach hat die Ukraine innerhalb weniger Tage mehrere Millionen US-Dollar in Form von Krypto-Spenden eingenommen. Der Westen erwägt wiederum mögliche Krypto-Sanktionen gegen Russland und Krypto-Börsen geraten vermehrt unter Druck, russische Transaktionen zu blockieren.

Am Wochenende hat die Regierung in der Ukraine erstmals das Potenzial der Kryptowährungen erkannt, um an zusätzliche finanzielle Mittel zu kommen. Der Twitter-Account der Exekutive hatte am Samstag aufgerufen, Spenden an die offizielle Bitcoin-Adresse der Regierung zu senden. Einem Elliptic-Bericht zufolge sind mittlerweile 14,8 Millionen Dollar auf verschiedenen Krypto-Adressen in Form von Tether, Bitcoin und Ether eingegangen, wobei die letzten beiden einen Großteil ausmachten.

Einige Menschen hätten sogar NFTs – Non-Fungible Tokens – gespendet, heißt es. Eine gemeinnützige Gruppe in der Ukraine namens „Come Back Alive“ sammelte indes Kryptowährungen im Wert von vier Millionen Dollar, die in militärische Ausrüstung und medizinische Versorgung fließen sollen. Insgesamt haben die ukrainische Regierung und andere Organisationen seit dem Beginn der russischen Invasion vergangene Woche durch mehr als 23.000 Krypto-Spenden 22 Millionen Dollar eingenommen.

USA erwägen Krypto-Sanktionen gegen Russland

Die USA erwägen indes laut dem „Wall Street Journal“, Russland den Zugang zu Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Teil ihrer nächsten Sanktionswelle gegen das Land zu verwehren. Die möglichen Krypto-Sanktionen würden wahrscheinlich auf Börsen abzielen, die gegen das Verbot verstoßen, Geschäfte mit auf der schwarzen Liste stehenden russischen Banken zu tätigen. Dadurch würde verhindert werden, dass Russlands Oligarchen bestehende Sanktionen umgehen und sich in digitale Vermögenswerte flüchten.

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Die westlichen Sanktionen zeigen schon jetzt große Wirkung. So befindet sich der Rubel derzeit im freien Fall: Am Montag stürzte er um fast 42 Prozent ab, sodass ein US-Dollar zeitweise 119 russischen Rubel entsprach. Zeitgleich ist das Handelsvolumen zwischen Bitcoin und Rubel und der ukrainischen Griwna auf den höchsten Stand seit Monaten gestiegen – ein Hinweis darauf, dass für beide Länder Krypto-Währungen zunehmend an Bedeutung gewinnen, berichtete „Bloomberg“. Damit russische Eliten die Sanktionen nicht durch Bitcoin umgehen können, hat die Ukraine Krypto-Börsen bereits aufgefordert, die Konten russischer Kunden zu sperren.

Die Krypto-Plattform Coinbase erklärte, dass man im Begriff sei, Konten aus sanktionierten Gebieten zu sperren und Bedrohungsakteure zu überwachen, um „wachsam zu bleiben und sicherzustellen, dass wir unserer Pflicht im Kontext dieser sich schnell entwickelnden Invasion nachkommen“. Die Plattform FTX spendete laut Krypto-Milliardär Sam Bankman-Fried wiederum 25 Dollar an jeden ukrainischen User. „Tu, was du tun musst“, kommentierte Bankman-Fried die Entscheidung auf Twitter.

Krypto-Plattform versteigert NFT für die Ukraine

In wahrer Krypto-Manier haben jedoch Krypto-Enthusiasten – unabhängig vom Einfluss der Regierung – ihre eigenen Kräfte zur Unterstützung der Ukraine mobilisiert. Demnach versteigert das Krypto-Kollektiv DAO, kurz für „Dezentrale autonome Organisation“, derzeit ein NFT als Spende für die Ukraine. Das Höchstgebot für das NFT, das ein Bild der ukrainischen Flagge abbildet, liegt bisher bei drei Millionen Dollar. Die Auktion läuft noch etwa einen Tag.

Trotz allem: Ihr Einfluss konnte die Kryptowährungen nicht vor den allgemeinen Marktturbulenzen bewahren. Im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine hat der Kryptomarkt vergangenen Freitag rasant an Wert verloren – über 200 Milliarden Dollar. Am Montag erholten sich die digitalen Währungen kurz, als Delegationen aus der Ukraine und Russland zu Gesprächen an der Grenze von Belarus zusammengetroffen waren.

Einem Substack-Beitrag des Krypto-Influencers Anthony Pompliano zufolge wird ein aktiver Krypto-Handel für Länder künftig viele Vorteile haben. Für die globalen Supermächte wird Bitcoin „in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar sein“, schrieb er.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.