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Sanierung : Steglitzer Sternwarte: Spiegelteleskop wird repariert

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Die Milchstraße konnte schon lange nicht mehr scharf gesehen werden. Auch andere Galaxien verschwanden hinter einem Schleier. Das Zeiss-Spiegelteleskop in der Steglitzer Sternwarte auf dem Insulaner ist in die Jahre gekommen: „Es gab zu viele Ausfälle, die Steuerung funktionierte nicht mehr“, erklärt Gerold Faß, Vorstand im Verein Wilhelm-Foerster-Sternwarte Berlin.

Deshalb wurde das Teleskop jetzt mit einem Kran aus der Kuppel geholt und nach Jena transportiert. Dort wird es ein Jahr lang von der Firma 4H Jena engineering, die ihren Sitz neben der Carl Zeiss Jena GmbH hat und auch die Werkhallen nutzt, repariert und modernisiert. „Danach kann man ein bis zwei Millionen Lichtjahre entfernte lichtschwache Objekte im Universum, wie planetarischen Nebel und Galaxien, wieder ganz genau erkennen“, sagt Faß zur künftig verbesserten Funktion.

Klassenlotterie unterstützt die Reparatur

Möglich wird die Reparatur, für die sich der Verein der Wilhelm-Foerster-Sternwarte maßgeblich eingesetzt hat, durch einen Zuschuss der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin in Höhe von 385.000 Euro. Bereits die Anschaffung des Instruments wurde vor 30 Jahren von der Klassenlotterie unterstützt. 1990 wurde das Teleskop auf dem Insulaner in der Spiegelkuppel installiert, die 40 Meter entfernt ist vom Sternwarten-Hauptgebäude mit dem großen Refraktor.

Von dort aus wird eine freie Sicht in den südlichen Himmel gewährleistet. Mit einem Durchmesser von 75 Zentimetern ist es nach Auskunft des Vereins das größt...

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