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Coman fordert ähnliches Gehalt wie Sané - zu Recht?

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Coman fordert ähnliches Gehalt wie Sané - zu Recht?
Coman fordert ähnliches Gehalt wie Sané - zu Recht?

Kingsley Coman fühlt sich beim FC Bayern München nicht genug wertgeschätzt.

Die Verhandlungen des Franzosen mit dem Rekordmeister über eine Verlängerung des 2023 auslaufenden Vertrags stocken, Hauptgrund dürften die Gehaltsforderungen des 25-Jährigen sein. Die Bayern-Bosse sind nur bereit, seine aktuellen Bezüge um eine Million Euro zu erhöhen, sodass er 13 Millionen Euro brutto verdienen könnte. Coman will jedoch rund sieben Millionen mehr. (SPORT1 berichtete exklusiv)

Das Problem: Leroy Sané. Der Königstransfer der vergangenen Saison (kam für 45 Millionen Euro von Manchester City) soll rund 20 Millionen Euro brutto bekommen - also deutlich mehr als sein direkter Konkurrent Coman aktuell. Der Deutsche ist mit seinem Salär einer der Topverdiener der Bayern, sein französischer Konkurrent nicht. In etwa diese Summe soll Pini Zahavi, der von Coman mit ins Boot geholt wurde, verlangen. Die Bayern sind allerdings nicht zu einem derartigen Gehaltssprung bereit.

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Doch rechtfertigen Sanés Leistungen aus der vergangenen Saison das deutlich höhere Gehalt im Vergleich zu Coman?SPORT1 macht den Datencheck der beiden Flügelspieler.

Der Neuzugang stand in der vergangenen Bundesliga-Saison in 32 Spielen auf dem Feld, Coman absolvierte 29. Beide blieben von größeren Verletzungen verschont, was vor allem bei Coman in der Vergangenheit alles andere als selbstverständlich war. Aber auch Sané fiel fast die komplette Saison 2019/20 mit einem Kreuzbandriss aus.

Sané und Coman bei Scorer-Werten auf einem Niveau

Sané stand 18-mal in der Startelf, Coman 23-mal. Mit dem Franzosen von Beginn an holte der Rekordmeister laut deltatre-Daten 2,3 Punkte pro Spiel, mit dem DFB-Spieler etwas weniger (2,0). Auch bei den direkten Torbeteiligungen agierten beide auf Augenhöhe. Sané kam auf 17 Scorerpunkte (6 Tore, 11 Assists), Coman auf 18 (5 Tore, 13 Assists).

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Vor dem gegnerischen Tor zeigte sich Sané ein bisschen effektiver, er benötigte 9,7 Schüsse pro Tor (Coman 10,4). Auffällig: Während Sané häufiger ins Dribbling ging als Coman (168 zu 150) und auch deutlich mehr Sprints anzog (34,5 pro Partie gegenüber 28,1), sah es in Sachen Flanken komplett anders aus.

74 Hereingaben schlug der gebürtige Pariser Coman in der abgelaufenen Saison, nur 46 waren es bei Sané. Aus immerhin 20 Coman-Flanken resultierte ein Torschuss (bei Sané nur aus 5), drei Hereingaben des Siegtorschützen aus dem Champions-League-Finale 2020 wurden zu einem Tor verwertet. Bei Sané resultierte nur aus einer einzigen Flanke ein Treffer. Auch die 38 Standards, die der gebürtige Essener schlug, brachten nichts Zählbares ein.

Mehr abgefangene Bälle bei Sané

In Sachen Passquote hat Coman die Nase leicht vorn, nur 15,2 Prozent seiner Zuspiele landeten beim Gegner (Sané 20,3%). Mit 57,4 Ballkontakten pro Spiel liegen beide gleichauf.

Interessant wird es in puncto abgefangener Bälle. Mit 77 fing Sané deutlich mehr Zuspiele des Gegners ab als Coman (54). Und das, obwohl dem Ex-Spieler der Citizens immer wieder mangelnde Defensivarbeit vorgeworfen wird. Zusätzlich führte Sané auch deutlich mehr Zweikämpfe als sein französischer Kontrahent (28,4 zu 24,5 pro 90 Minuten).

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Dass beide schnell sind, ist kein Geheimnis. Mit 35,7 km/h war Coman in der Spitze einen Tick schneller als Sané (35,2 km/h).

Fazit: Wenn man sich die nackten Zahlen der vergangenen Saison anschaut, gibt es keinen signifikanten Unterschied. Und schon gar keinen, der die große Differenz in den Gehältern beider Spieler rechtfertigt.

Bayern erwartet mehr von Sané

Allerdings: Von Sané erwartet und erhofft sich der Rekordmeister deutlich mehr. In seiner Zeit bei Manchester City war der 25-Jährige deutlich torgefährlicher, erzielte in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 jeweils über 20 Scorerpunkte. Nach einem kompletten Jahr Pause brauchte Sané allerdings auch noch ein gutes Stück an Anlaufzeit.

Bei Coman sieht die Sache etwas anders aus. Er spielt bereits seit 2015 an der Säbener Straße, kam als Teenager von Juventus Turin. In der Vergangenheit oft von Verletzungen zurückgeworfen, begann er die abgelaufene Spielzeit nach seinem persönlichen Highlight mit dem Finaltreffer in der Königsklasse mit viel Selbstvertrauen.

Mehr Bundesliga-Spiele als in der abgelaufenen Spielzeit absolvierte er bisher nicht, auch in Sachen Tore und Vorlagen setzte der EM-Teilnehmer mit Frankreich persönliche Bestwerte.

Um gehaltstechnisch in einer Liga mit Sané spielen zu können, müsste der in der Vergangenheit oft wechselhaft agierende Coman beweisen, dass er konstant auf einem hohen Level agieren kann.

Sané hat das bei City bereits bewiesen. Das dürfte auch ein Grund für das exorbitante Gehalt sein.

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