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Saarländischer Umweltminister rät wegen Coronavirus zu sorgsamem Umgang mit Müll

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost (SPD) hat zu einem sorgsamen Umgang mit dem Hausmüll geraten, um die Ausbreitung des Coronavirus auszubremsen. "Abfälle aus Haushalten, die unter Quarantäne stehen, gehören alle in die Restmülltonne", erklärte Jost am Mittwoch in Saarbrücken. "Sie sollen nicht, wie sonst üblich, getrennt entsorgt werden." Glasabfälle und Pfandflaschen sollten nach Möglichkeit bis zur Aufhebung der Quarantäne im Haushalt zwischengelagert werden.

Abfälle dürften zum Schutz der Müllabfuhr nicht lose in die Tonne geworfen werden, sondern müssten in stabilen Müllsäcken verpackt und verschlossen sein. "Die Müllsäcke dürfen außerdem nicht frei zugänglich neben den Mülltonnen abgestellt werden", erklärte Jost. Die Verbrennung der so entsorgten Abfälle garantiere eine sichere Zerstörung der Erreger.

Jost appellierte, auf spontane Entrümpelungen vorerst zu verzichten. "Um die regelmäßige Abfuhr des Hausmülls sicherzustellen, müssen die privaten und kommunalen Entsorgungsunternehmen ihren Personaleinsatz sehr sorgfältig planen", erklärte der Minister. In dieser angespannten Situation sei ein hohes Sperrmüllaufkommen von den Entsorgungsbetrieben kaum noch zu bewältigen.