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Südafrikanischer Präsident: Reisebeschränkungen ungerechtfertigt

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PRETORIA (dpa-AFX) - Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa hat die Reisebeschränkungen zahlreicher Staaten gegen die Länder des südlichen Afrikas als ungerechtfertigt kritisiert. "Diese Beschränkungen sind eine unfaire Diskriminierung unseres Landes und unserer Schwesterstaaten", sagte Ramaphosa in einer Fernsehansprache am Sonntagabend. Es handle sich um eine klare Abkehr von der Erklärung beim G20-Gipfel in Rom, den unterentwickelten Staaten bei der Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie auf ihre Wirtschaft zu helfen.

Die Beschränkungen erhöhten nur den Schaden, den die Wirtschaftssysteme im südlichen Afrika bereits genommen hätten, insbesondere im Tourismus, sagte Ramaphosa und appellierte an diejenigen Staaten, die Reisebeschränkungen beschlossen hätten, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken, "bevor sie noch mehr Schaden anrichten". Stattdessen sollten sie die ärmeren Länder bei der Produktion von Impfstoffen unterstützen.

Die Erfahrung zeige, dass Reiseverkehr unter Einhaltung von Impfung, PCR-Negativtests vor den Flügen und dem Tragen von Mund-Nase-Masken in Flugzeugen sicher sei. Es gebe keine wissenschaftliche Grundlage für Reisebeschränkungen, so Ramaphosa. "Sie werden nur weiter den Ökonomien der betroffenen Länder schaden und ihre Fähigkeit unterwandern, auf die Pandemie zu reagieren und sich von ihr zu erholen."

Neben weiteren Ländern hatte auch die Bundesregierung nach Entdeckung der neuen Omikron-Variante die Einreise aus acht Ländern im südlichen Afrika drastisch eingeschränkt. Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botsuana, Mosambik, Eswatini, Malawi und Lesotho sind seit Sonntag als Virusvariantengebiete eingestuft. Fluggesellschaften dürfen im Wesentlichen nur noch deutsche Staatsbürger oder in Deutschland lebende Personen von dort nach Deutschland befördern.

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