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Als Söldner angeklagt: Pro-ukrainische Kämpfer in Donezk vor Gericht

In der von russischen Separatisten besetzten Stadt Donezk müssen sich fünf weitere pro-ukrainische Kämpfer vor einem vom Kreml unterstützten Gericht verantworten.

Die Männer, die aus Schweden, Kroatien und Großbritannien stammen, wurden von russischen Truppen gefangen genommen. Ihnen droht wegen angeblichen Söldnertums die Todesstrafe. Alle plädierten auf "nicht schuldig".

Erst im Juni wurden zwei britische und ein marokkanischer Kämpfer, die von prorussischen Kräften im Osten der Ukraine gefangen genommen worden waren, aufgrund derselben Anklage zum Tode verurteilt. Die Männer haben gegen ihre Urteile Berufung eingelegt.

In der EU wird darüber diskutiert, ob Touristenvisa für russische Bürger beschränkt werden können. Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hatte sich zuletzt gegen ein solches Visa-Verbot ausgesprochen.

Es gibt Menschen gibt, die aus Russland fliehen, weil sie mit dem dortigen Regime nicht einverstanden sind.

Olaf Scholz trifft skandinavische Regierungschefs

Scholz befindet sich derzeit auf einer zweitägigen Reise nach Skandinavien. In der norwegischen Hauptstadt Oslo ist er mit den Regierungschefs der fünf nordischen Staaten zusammengekommen und erklärte, dass es wichtig sei, zu verstehen, dass es auch viele Menschen gebe, die aus Russland fliehen würden, weil sie mit dem dortigen Regime nicht einverstanden seien. "Sämtliche Entscheidungen, die wir treffen, sollten nicht denjenigen im Wege stehen, die die Freiheit suchen."

Das russische Volk habe zwar den Krieg nicht begonnen, doch gleichzeitig unterstütze es den Krieg, entgegnete die finnische Ministerpräsidentin Sanna Marin. "Ich finde es nicht richtig, dass russische Bürger in den Schengen-Raum einreisen, sich als Touristen Sehenswürdigkeiten ansehen können, während Russland in der Ukraine Menschen tötet - das ist falsch."

Promis als Botschafter für Fundraising-Plattform

Die Beratungen in Oslo sind auch ein Treffen unter europäischen Parteifreunden: Die Ministerpräsidentinnen Dänemarks, Schwedens und Finnlands sowie der Ministerpräsident Norwegens sind alle Sozialdemokraten. Die Schwedin Andersson steckt derzeit mitten im Wahlkampf vor der schwedischen Parlamentswahl am 11. September.

Heiko Junge/Heiko Junge / NTB
Die fünf Ministerpräsident*innen Islands, Schwedens, Norwegens, Finnlands und Dänemarks (v.l.) in Oslo - Heiko Junge/Heiko Junge / NTB

Unterdessen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew den US-amerikanischen Schauspieler Liev Schreiber und den ehemaligen Fußballspieler Andrij Schewtschenko getroffen. Beide sind Botschafter der ukrainischen Fundraising-Plattform United24. Das Projekt wurde von Selenskyj ins Leben gerufen und gilt als wichtigste Plattform für Spenden zur Unterstützung des Landes.