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Söder will Laschet nicht an Landtagswahlen im März messen lassen

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BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - CSU-Chef Markus Söder will die Chancen des neuen CDU-Chefs Armin Laschets auf die Kanzlerkandidatur nicht an den Ausgang der Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg knüpfen. "Das hat nichts miteinander zu tun", sagte der bayerische Ministerpräsident der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Online Sonntag/Print Montag). "Auch bei einem neuen Trainer kann nicht das erste Spiel der Maßstab sein." Die Union suche eine Persönlichkeit, die Deutschland führen solle, und keinen Kandidaten für Baden-Württemberg oder Rheinland-Pfalz. Die Landtagswahlen in den beiden Bundesländern sind im März, die Bundestagswahl ist im Herbst.

"Am Ende werden Armin Laschet und ich den Vorschlag unterbreiten, der am besten geeignet ist und den größtmöglichen Erfolg für die Zukunft verspricht", sagte Söder zum Thema Kanzlerkandidatur. In Bezug auf die Ambitionen des unterlegenen Friedrich Merz, in das Kabinett von Angela Merkel (CDU) einzutreten, sagte Söder: "Das Bundeskabinett sollte in dieser schweren Zeit nicht umgebildet werden." Es sei aber "natürlich sinnvoll", Merz in die weitere Arbeit einzubinden. "Wir sollten das beste Team in die Bundestagswahl schicken, und dazu gehört eben auch Friedrich Merz." Das gelte auch für den Drittplatzierten des CDU-Parteitags, Norbert Röttgen.

Klar sei aber auch: "Armin Laschet ist Parteivorsitzender und damit der Teamleader. Er entscheidet über die Aufstellung der CDU." Nach seiner Niederlage im Kampf um die Parteiführung hatte Merz dem neuen CDU-Chef Laschet überraschend angeboten, in die jetzige Bundesregierung einzutreten und das Wirtschaftsministerium zu übernehmen. Kanzlerin Merkel wies das umgehend zurück.