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Corona-Hotspot München schränkt öffentliches Leben wieder ein

·Lesedauer: 3 Min.
CSU-Chef Söder
CSU-Chef Söder

Die zum Corona-Hotspot gewordene bayerische Landeshauptstadt München schränkt das öffentliche Leben wieder ein. Ab Donnerstag dürfen sich in der Regel nur noch fünf Menschen treffen, private Feiern werden begrenzt, für einige öffentliche Plätze gilt eine Maskenpflicht, wie der Krisenstab der Stadt am Montag beschloss. CSU-Chef Markus Söder will an allen bayerischen Corona-Hotspots die Maskenpflicht auch im öffentlichen Raum - neben München wäre derzeit Würzburg betroffen.

In München lag die Siebentageinzidenz bei 56,1 und damit deutlich über dem kritischen Wert 50. Das bedeutet, dass es in einer Woche je 100.000 Einwohner rechnerisch 56,1 Neuinfektionen gab. Damit ist die bayerische Landeshauptstadt auch die mit Abstand am stärksten betroffene Millionenstadt. 

In Köln lag die Inzidenzzahl nach Montagnachmittag aktualisierten Zahlen bei 34,7. Das Kölner Ordnungsamt sollte verstärkt die Einhaltung der Kontaktbeschränkungen kontrollieren. In Hamburg lag die Inzidenzzahl bei 21,4 und in Berlin bei 21. Allerdings gibt es in Berlin in einzelnen Bezirken ebenfalls eine kritische Entwicklung, in Friedrichshain-Kreuzberg etwa kletterte der Wert auf 48,6.

Die Lage in München gilt als besonders besorgniserregend, weil hier kein einzelner Ort wie etwa eine Schule oder ein Fest für den Anstieg verantwortlich gemacht wird, sondern die Infektionen in unterschiedlichen Gruppen auftreten. Es besteht die Sorge, dass die Infektionsketten absehbar nicht mehr nachvollzogen werden können und das Coronavirus sich aus München auch landesweit verbreitet. Die Bundeswehr soll das Münchner Gesundheitsamt laut Söder deshalb bei der Nachverfolgung unterstützen.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will die Schulen und Kindergärten trotz des Anstiegs der Infektionen offen halten. Er wolle aber "die Zahlen der Menschen, die sich treffen, drastisch reduzieren". Dazu zählt eine Begrenzung von Treffen im öffentlichen Raum - etwa auf Plätzen, in Parks oder der Gastronomie - auf fünf Menschen. Ausnahmen sind demnach, wenn sich zwei Haushalte treffen, die zusammen mehr Menschen umfassen, oder Verwandte in gerader Linie.

Als weitere Maßnahme gilt künftig für private Feiern wie Geburtstage, Hochzeiten oder auch für Beerdigungen eine Höchstgrenze von 25 Menschen in geschlossenen Räumen und 50 Menschen bei Treffen draußen. Professionell organisierte Veranstaltungen wie Theater oder Konzerte sind von dieser Einschränkung nicht betroffen.

Außerdem ordnete die Stadt eine Maskenpflicht für einzelne stark besuchte Orte wie den Marienplatz und den Viktualienmarkt an. Reiter sagte, es sei auch eine generelle Maskenpflicht im gesamten Stadtgebiet diskutiert worden - diese werde es aber zunächst nicht geben.

Söder sagte, die Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen solle es auch an anderen bayerischen Corona-Hotspots geben. Er warb für regionale Lösungen auch bei Weihnachtsmärkten. In Städten mit einer Inzidenz von über 50 seien dann keine Weihnachtsmärkte möglich.

Am Dienstag soll das bayerische Kabinett über mögliche weitere Maßnahmen wie ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum oder kürzere Sperrzeiten beraten. Söder sagte, die größten Sorgen machten ihm im Moment aber die privaten Partys.

Der CSU-Chef forderte außerdem Fans des FC Bayern München dazu auf, auf die Reise zum mit Zuschauern stattfindenden Spiel im europäischen Supercup gegen den FC Sevilla nach Budapest zu verzichten. Angesichts der hohen Infektionszahlen in der ungarischen Hauptstadt habe er hier "ein außerordentlich ungutes Gefühl". Söder kündigte für Fans, die dennoch nach Budapest reisen, eine Quarantänepflicht an und bei Verstößen gegen diese Pflicht Strafen. Nach den derzeitigen Plänen wollen 2100 Bayern-Fans nach Budapest reisen.

ran/cfm