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Russland warnt im Fall Nawalny vor Ende des Dialogs mit dem Westen

·Lesedauer: 1 Min.

MOSKAU (dpa-AFX) - Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat mit Blick auf die Spannungen im Fall des vergifteten Kremlgegners Alexej Nawalny die EU vor einer zeitweiligen Beendigung des Dialogs gewarnt. Die für die Außenpolitik in der EU verantwortlichen Politiker verstünden nicht die Notwendigkeit eines von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Gesprächs, sagte Lawrow nach Angaben der Agentur Interfax zufolge am Dienstag bei einem Expertenforum.

"Vielleicht sollten wir für eine Zeit einfach aufhören, mit ihnen zu sprechen - vor allem, wenn (EU-Kommissionspräsidentin) Ursula von der Leyen mitteilt, dass mit dem gegenwärtigen russischen Apparat eine geopolitische Partnerschaft nicht gelinge", sagte Lawrow. Nach Angaben des Außenministeriums in Moskau sprach Lawrow am Dienstag auch mit dem EU-Außenbeauftragten Josep Borrell über den Fall Nawalny. Es sei nicht klar, ob die EU derzeit überhaupt noch etwas mit Russland zu tun haben wolle, hieß es in Moskau.

Russland sieht sich international zu Unrecht wegen der Vergiftung Nawalnys an den Pranger gestellt. Auf den 44-Jährigen soll am 20. August mit einem laut Chemiewaffenverbot geächteten Nervenkampfstoff der Nowitschok-Gruppe ein Attentat verübt worden sein. Der Kritiker von Kremlchef Wladimir Putin lag wochenlang im Koma. Deutschland verlangt von Russland die Aufklärung des Verbrechens. Russland hingegen fordert Beweise dafür, dass es überhaupt eine Vergiftung gegeben habe. Wegen des Verstoßes gegen das Chemiewaffenverbot drohen Russland Sanktionen der EU.