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Nicht-russisches Rohöl war im ersten Halbjahr teurer als russisches

BERLIN (dpa-AFX) - Der Preis für nicht-russisches Rohöl lag im ersten Halbjahr zwischen 8 und 53 Prozent über dem Wert für russisches. Das geht aus einer auf Mittwoch datierten Antwort des Bundeswirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion hervor, die diese am Freitag veröffentlichte.

Demnach betrug der sogenannte Grenzübergangspreis, also der Wert des Öls beim Import, für russisches Rohöl im ersten Halbjahr 577,12 Euro je Tonne. Rohöl anderer Herkunft seien im selben Zeitraum zu Preisen von 622,37 bis 882,25 Euro je Tonne bezogen worden. Im Schnitt habe der Grenzübergangspreis für die gesamten deutschen Rohöleinfuhren im ersten Halbjahr bei 688,51 Euro je Tonne gelegen. 2021 lag dieser Wert bei 436,21 und 2020 bei 278,32 Euro.

Wie aus der Antwort weiter hervorgeht, lag der Anteil Russlands am deutschen Ölverbrauch im Juni bei rund 30 Prozent. Nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle hatte Russland im vergangenen Jahr einen Anteil von rund 34 Prozent an den deutschen Rohölimporten. Auf die USA entfielen 12 Prozent, auf Kasachstan und Norwegen jeweils 10 und auf Großbritannien 9 Prozent. Nach Angaben des Weltenergierats werden in Deutschland 2 Prozent des Rohölbedarfs aus inländischer Förderung gedeckt.