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Rund 25 Prozent mehr Pkw-Neuzulassungen im Juni - Vorkrisenniveau noch immer weit entfernt

·Lesedauer: 2 Min.
Rund 25 Prozent mehr Pkw-Neuzulassungen im Juni

In Deutschland sind im Juni erneut deutlich mehr Autos neu zugelassen worden als im Vorjahr - die Zahlen liegen aber weiterhin deutlich unter Vorkrisenniveau. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) meldete am Montag für Juni rund 274.000 Neuzulassungen, das waren knapp 25 Prozent mehr als im Juni 2020. Im Mai hatte der Anstieg bereits rund 37 Prozent betragen.

Besonders deutlich war auch im Juni der Anstieg bei Pkw mit alternativen Antrieben: Neu zugelassen wurden gut 311 Prozent mehr Elektroautos und rund 190 Prozent mehr Plug-in-Hybride. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hatte vergangene Woche angekündigt, dass die Zahl von einer Million E-Autos auf Deutschlands Straßen im Juli erreicht werde. Grund sind demnach die erhöhten Förderprogramme.

Laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) wurde die Eine-Million-Marke bereits im Juni geknackt. Demnach wurden in Deutschland unter Einbeziehung der aktuellsten Zahlen mehr als eine Million Elektrofahrzeuge neu zugelassen.

Dies sei "ein großer Erfolg für die Transformation der Automobilindustrie", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller am Montag. "Mit starker Technologie und attraktiven Modellen haben gerade die deutschen Hersteller einen großen Anteil am Boom der E-Mobilität". Jedoch müsse die Ladeinfrastruktur in Deutschland weiter ausgebaut werden, forderte Müller. "Bis 2030 braucht Deutschland mehr als eine Million Ladepunkte für E-Pkw und E-Transporter und damit erheblich mehr Anstrengungen".

Im Juni erreichten Elektroautos laut KBA einen Marktanteil an den Neuzulassungen von 12,2 Prozent, Plug-in-Hybride einen Anteil von 11,4 Prozent. Der Anteil der Benziner ging hingegen um 4,6 Prozent auf insgesamt knapp 40 Prozent der Neuzulassungen zurück. Der Anteil der Dieselfahrzeuge verringerte sich um 18,8 Prozent auf aktuell 19,9 Prozent.

Insgesamt blieben die Neuzulassungen im Juni weit hinter dem Vorkrisenniveau zurück. Im Juni 2019, vor Ausbruch der Corona-Pandemie, waren rund 325.000 Fahrzeuge neu zugelassen worden, rund 16 Prozent mehr als im Juni 2021.

Trotz der positiven Tendenz könne von einer "durchgreifenden Markterholung" also noch immer "keine Rede" sein, erklärte der Automobilmarktexperte der Unternehmensberatung EY, Peter Fuß. Die Kauflust der Privatleute und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen kehrten zwar langsam zurück. Doch die Produktionsengpässe aufgrund des Chipmangels bremsten den Neuwagenabsatz erheblich.

Fuß zeigte sich optimistisch, dass sich der Boom bei Elektrofahrzeugen fortsetzen werde. "Dafür sorgen neben der sogenannten Innovationsprämie und Steuervorteilen auch die attraktiven neuen Modelle, die für den weiteren Jahresverlauf angekündigt sind und die das Kundeninteresse nochmals anfachen werden", erklärte er. Auch hier könne sich jedoch der Chipmangel negativ bemerkbar machen.

fho/jm

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